Belastung für die Geldbörse der Bürger: Inflation in Kroatien steigt erneut
03.06.2025

Im Mai dieses Jahres verzeichnete Kroatien eine Beschleunigung der Inflation, was die neuesten Daten des Staatlichen Statistikamts bestätigen.
Laut ihrer ersten Schätzung betrug die jährliche Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, 3,5 Prozent, was einen Anstieg gegenüber April darstellt, als die Inflation bei 3,2 Prozent lag. Damit wurde der mehrmonatige Trend der Verlangsamung der Inflation unterbrochen, der seit Jahresbeginn vorhanden war. Im Januar betrug die Inflation, zur Erinnerung, vier Prozent, im Februar 3,7 Prozent, während sie im März und April bei 3,2 Prozent lag.
Auf monatlicher Ebene stiegen die Preise im Mai im Durchschnitt um 0,4 Prozent gegenüber April. Den größten Beitrag zum Anstieg der Inflation leisten weiterhin der Dienstleistungssektor sowie Lebensmittel, Getränke und Tabak. Nach den Komponenten des Index beträgt die geschätzte jährliche Inflationsrate für Dienstleistungen 6,2 Prozent, während die Preise für Lebensmittel, Getränke und Tabak um 5,1 Prozent gestiegen sind. Energie verzeichnete einen Anstieg von 1,7 Prozent, und industrielle Nichtnahrungsmittelprodukte ohne Energie lediglich 0,1 Prozent.
Betrachtet man die Veränderungen auf monatlicher Ebene, stiegen die Preise für Dienstleistungen um 0,6 Prozent, während die Preise für Lebensmittel, Getränke und Tabak einen Anstieg von 1,2 Prozent verzeichneten. Andererseits fielen die Energiepreise um 1,1 Prozent, während industrielle Nichtnahrungsmittelprodukte ohne Energie auf demselben Niveau wie im Vormonat blieben.
Der Vergleich mit den übrigen Mitgliedstaaten der Eurozone zeigt, dass Kroatien weiterhin zu den Ländern mit der höchsten Inflation gehört. Laut dem harmonisierten Verbraucherpreisindex, der einen Vergleich zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ermöglicht, betrug die jährliche Inflation im Mai 4,3 Prozent, während auf monatlicher Ebene ein Anstieg von 0,6 Prozent verzeichnet wurde. Eine höhere Inflationsrate als Kroatien hatte nur Estland mit 4,6 Prozent, während die Slowakei dasselbe Inflationsniveau wie Kroatien verzeichnete. Die übrigen Mitgliedstaaten der Eurozone hatten niedrigere Inflationsraten.
Auf Ebene der gesamten Eurozone betrug die jährliche Inflationsrate im Mai 2,5 Prozent, was deutlich niedriger ist als die kroatischen Daten. Diese Ergebnisse weisen auf die anhaltenden Herausforderungen hin, mit denen Kroatien im Hinblick auf den Preisanstieg konfrontiert ist, insbesondere in den Segmenten Dienstleistungen und Lebensmittelprodukte, und sie werden durch die Daten des Staatlichen Statistikamts und von Eurostat bestätigt (Quelle: Poslovni dnevnik, 4. Juni 2025).









