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Deutschland droht ein weiterer Preisschock: „Es könnte für Unternehmen und Gäste fatal sein!“

16.08.2023

Deutschland droht ein weiterer Preisschock: „Es könnte für Unternehmen und Gäste fatal sein!“

Diese vorübergehende Verordnung tritt am 31. Dezember 2023 außer Kraft.

Essen in Restaurants und Gaststätten in Deutschland wird bald noch teurer. Denn die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie steigt zum Jahreswechsel von derzeit sieben auf 19 Prozent. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) warnt vor „fatalen Folgen“ dieses Schrittes.

„Die Steuererhöhung wäre fatal für die Unternehmen, aber auch für unsere Gäste. Restaurants, Pubs und Cafés werden gezwungen sein, diese zusätzliche Belastung auf die Kunden zu übertragen, und jedes Gericht wird teurer. Viele werden Gäste verlieren. Die Politik muss das stoppen“, hieß es vom Verband Dehoga.

Beispiel: Wenn ein Schnitzel jetzt 18,90 Euro kostet, sind künftig Preise von mehr als 21 Euro zu erwarten.

Es besteht das Risiko eines Umsatzrückgangs und der Schließung von 12.000 Betrieben.

„Daher wird sich die Steuererhöhung letztlich auch für den Staat nicht auszahlen“, sagt der Verband. Außerdem ist es ungerecht, dass Speisen zum Verzehr in Restaurants mit 19 Prozent besteuert werden, im Gegensatz zu gelieferten Speisen sowie Lebensmitteln aus dem Supermarkt. Dort sollte weiterhin der ermäßigte Satz von sieben Prozent gelten, schreibt Fenix Magazin.

Die Chefin des Verbands Dehoga fordert eine gleiche steuerliche Behandlung von Lebensmitteln sowie, dass die Steuer von sieben Prozent dauerhaft bestehen bleiben muss, wie es in den meisten EU-Ländern seit Jahrzehnten der Fall ist.

Wie deutsche Medien schreiben, hat die deutsche Regierung während der Coronavirus-Pandemie die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf den ermäßigten Satz von sieben Prozent gesenkt, um Restaurants, Gaststätten und Cafés in schwierigen Zeiten zu unterstützen. Diese vorübergehende Verordnung tritt jedoch am 31. Dezember 2023 außer Kraft.

Der Druck auf die Gastronomen wegen der Inflation und der hohen Energiepreise bleibt enorm, berichten deutsche Medien.

Zehntausende Gastronomen haben ihre Betriebe geschlossen

Nach Angaben des Statistikamts liegt der Umsatz in der Gastronomie im ersten Quartal 2023, also im Vergleich zur Zeit vor dem Ausbruch der Pandemie, inflationsbereinigt noch immer 12 Prozent unter dem des ersten Quartals 2019. Die Zahl der Steuerpflichtigen in diesem Sektor sank während der Pandemiezeit von 222.400 im Jahr 2019 auf 186.600 im Jahr 2021.

Neben Energieträgern (21,1 Prozent Inflation im April 2023) sind auch Lebensmittel teurer geworden (17,2 Prozent). Doch auch die Personalkosten sind gestiegen. Laut einer Dehoga-Umfrage lagen sie im April 2023 um 21,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Essen wird noch teurer werden

Im Finanzausschuss des Bundestags wurde der Antrag der CDU/CSU auf eine dauerhafte Steuersenkung im Juni abgelehnt. Die Steuersenkung würde den Bundeshaushalt mit rund 3,3 Milliarden Euro belasten, schreiben deutsche Medien.

Am Samstag schrieb der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (56, CSU) auf Twitter: „Die reduzierte Mehrwertsteuer in der Gastronomie muss bleiben. Sonst wird Essen noch teurer! Um das zu erreichen, muss die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf null Prozent gesenkt werden. Das entlastet Familien.“

Quelle: poslovni.hr