Die EU kann die Regeln nicht länger diktieren: Neue Prioritäten und Verzicht sind nötig
05.05.2025

Europa kann nicht mehr so funktionieren wie früher, die Veränderungen in der Welt zwingen sie dazu, einige Gewohnheiten aufzugeben, die bisher normal waren, heute aber zur Last werden.
Economist in seiner Analyse die von index.hr wiedergegeben wird, führt an, dass sich die Europäische Union verändern muss, um in der neuen globalen Realität zu bestehen, und zwar in den folgenden 5 Schlüsselpunkten:
Mangelnde Zusammenarbeit mit Großbritannien
Der erste „Luxus“, den sich die EU nicht mehr leisten kann, ist ein feindseliges Verhältnis zu Großbritannien. Trotz des Brexit bleibt Großbritannien ein wichtiger geopolitischer und militärischer Partner. Statt unnötiger Blockaden und Bedingungen in den Verhandlungen sollte Europa die Zusammenarbeit stärken, besonders wenn es um Verteidigung und die Unterstützung der Ukraine geht.
Der Welt die eigenen Regeln aufzwingen
Die zweite Gewohnheit, die nicht mehr funktioniert, ist der Versuch, dem Rest der Welt europäische Regeln aufzuzwingen, in Bezug auf Umwelt, Arbeit und Regulierung. In einer Zeit, in der die EU dringend Handelsabkommen schließen muss, sind übertriebene Bedingungen und Bürokratie nicht mehr tragfähig.
Bürokratische Blockaden innerhalb der Union selbst
Drittens leidet der Binnenhandel in der EU weiterhin unter zu großen bürokratischen Hindernissen. Obwohl ständig vom „Binnenmarkt“ gesprochen wird, machen Unterschiede zwischen den Staaten und komplizierte Verfahren die Zusammenarbeit teurer und schwieriger. Es gibt konkrete Vorschläge für Verbesserungen, aber sie bleiben unausgeführt.
Ignorieren der demografischen Krise
Eine weitere große Bedrohung ist die Demografie, die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter pro Rentner sinkt rapide. Das bedeutet einen immer größeren Druck auf die Rentensysteme und eine immer kleinere Zahl derjenigen, die die Gesellschaft „tragen“ können. Europa ignoriert dieses Problem bereits seit Jahrzehnten.
Sparen bei der Verteidigung
Darüber hinaus hat sich Europa zu lange auf „Friedensdividenden“ verlassen und bei der Verteidigung gespart. Unter den neuen Sicherheitsbedingungen, wie etwa dem Krieg in der Ukraine, ist das nicht mehr tragfähig. Immer mehr Länder müssen ihre Verteidigungsausgaben ernsthaft erhöhen.
Abschließend teilt Economist mit, dass die Zeit gekommen ist, die Prioritäten neu zu definieren. Die Hilfe für die Ukraine und Investitionen in den Sozialstaat bleiben zentrale Ziele, aber um sie zu bewahren, muss die EU teure Gewohnheiten aufgeben, die in der heutigen Welt nicht mehr realistisch sind.









