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Miro Bulj fordert: „Bringen wir die kroatische Kuna zurück“

08.09.2025

Miro Bulj fordert: „Bringen wir die kroatische Kuna zurück“

Most hat eine Initiative zur Rückkehr der kroatischen Kuna als offizielle Währung gestartet.

Miro Bulj, Parlamentsabgeordneter von Most, betonte in den sozialen Netzwerken, dass die Rückkehr der Kuna entscheidend für den Schutz der nationalen Identität wäre, schreibt index.hr. In seinem Beitrag teilt er den Bürgern klar mit, dass der Euro seiner Meinung nach negative Folgen für Kroatien gebracht habe, während Politiker diesen Schritt als historische Errungenschaft darstellen.

Bulj kritisiert die aktuelle Regierung wegen der Entscheidung zum Übergang auf den Euro und behauptet, dass dadurch den staatlichen Interessen Schaden zugefügt worden sei. Besonders betont er, dass die Warnungen vor steigenden Preisen berechtigt gewesen seien, da viele Bürger heute mit höheren Kosten und einem geringeren Wert von Löhnen und Renten konfrontiert seien. Seiner Meinung nach wurden die Versprechen von Stabilität nicht erfüllt, und die Bürger sind enttäuscht wegen des Gefühls von Verlust und Täuschung.

Abschließend kritisiert Bulj offen Politiken, die, wie er behauptet, der kroatischen Souveränität schaden und europäischen Bürokraten zugutekommen. Er erklärt, dass er sich aus dem Kampf für die wirtschaftlichen und politischen Interessen des Landes nicht zurückziehen werde, und ruft zu einer Veränderung des aktuellen Zustands auf. Seinen Appell richtet er an alle Bürger, die sich durch die durch die Einführung des Euro verursachten Veränderungen benachteiligt fühlen.

Screenshot: Facebook, Profil Miro Bulj

Einführung des Euro in Kroatien

Nach Angaben der Kroatischen Nationalbank war die Auswirkung der Einführung des Euro auf das Preiswachstum gering und einmalig, mit einer Schätzung von bis zu 0,4 Prozentpunkten Inflation Anfang 2023. Die Inflation in Kroatien stand damals auch unter dem Einfluss anderer Faktoren, und die Reallöhne zeigten im Laufe des Jahres 2024 ein starkes Wachstum. Daher spiegeln Behauptungen über einen langfristigen Rückgang des Werts von Löhnen und Renten nicht die statistisch bestätigte Entwicklung der Ereignisse wider.

Die Kuna diente vom 30. Mai 1994 bis Ende 2022 als offizielle Währung der Republik Kroatien, danach wurde am 1. Januar 2023 der Euro zur offiziellen Währung des Landes. Der Prozess des Austauschs der Kuna gegen den Euro umfasste mehrjährige Vorbereitungen, einschließlich der Angleichung der Gesetzgebung und des Finanzsystems an europäische Standards. Der Austausch von Bargeld wurde im Laufe des Jahres 2023 durchgeführt, wobei Bürger Kuna-Banknoten ohne zeitliche Begrenzung umtauschen können und Münzen bis zum 31. Dezember 2025. Banken beteiligten sich bis Ende 2023 am Umtausch, und seit 2024 ist der Umtausch nur noch bei der Kroatischen Nationalbank möglich.

Die verpflichtende doppelte Preisauszeichnung, in Kuna und Euro, dauerte vom 5. September 2022 bis zum 31. Dezember 2023, um Bürgern und dem Markt eine leichtere Anpassung an die neue Währung zu ermöglichen. Die hohe Euroisierung des kroatischen Finanzsystems, insbesondere von Einlagen und öffentlichen Schulden, die in Euro denominiert sind, trug zu einem reibungslosen Übergang bei, obwohl es keine Bestätigungen über den Prozentsatz der in Euro geführten Transaktionen vor der Einführung gibt.

Die nationale Aufsicht über die Einführung des Euro wurde von der Kroatischen Nationalbank und dem Staat durch eine mehrjährige Strategie und gesetzliche Regulierung durchgeführt, was die Bildung des Nationalen Rates für die Einführung des Euro sowie die Verabschiedung eines Gesetzes umfasste, das alle wichtigen Aspekte des Übergangs regelte, einschließlich Konversion, doppeltem Umlauf und Marktüberwachung.