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Zwei Drittel der Deutschen geben wegen der Inflation weniger aus

28.11.2022

Zwei Drittel der Deutschen geben wegen der Inflation weniger aus

BERLIN – Fast zwei Drittel der Verbraucher in Deutschland geben wegen der Rekordinflation weniger Geld aus, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen Deutschlands (VZBV) am Donnerstag mit.

„Fast zwei Drittel der Befragten geben wegen der Inflation weniger Geld aus, und weitere 20 Prozent glauben, dass sie ihre Ausgaben in Zukunft senken müssen“, erklärte die VZBV-Vorsitzende Ramona Pop.

Die größte Mehrheit, nämlich 61 Prozent, spart beim Kauf von Lebensmitteln, und 56 Prozent sparen beim Kauf von Kleidung und Schuhen.

Wegen des Anstiegs der Einzelhandelspreise nutzt ein Drittel der Befragten das eigene Auto weniger. Ein Drittel der Befragten erklärte, wegen der Preissteigerungen auch weniger zu fliegen.

Die Inflation lag im Oktober bei 10,4 Prozent, und zur Rekordinflation trug vor allem der Anstieg der Energiepreise bei.

Lebensmittel verteuerten sich im Durchschnitt um 20,3 Prozent. Am stärksten verteuerten sich im Vergleich zum Oktober des vergangenen Jahres Speiseöl (49,7 Prozent), Milchprodukte und Eier (28,9 Prozent) sowie Brot und Getreideprodukte (19,8 Prozent).

Der größte Preissprung im Energiesektor wurde bei Erdgas verzeichnet, das 109,8 Prozent teurer ist als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Kraftstoff für Autos ist im Durchschnitt 22,3 Prozent teurer.

Die Umfrage des VZBV zeigte zugleich, dass Verbraucher bereit sind, ihre Kaufgewohnheiten zu ändern, wenn dies zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen würde.

Es zeigte sich außerdem, dass 75 Prozent der Befragten bereit sind, vorhandene Kleidung länger zu tragen, anstatt neue zu kaufen. 45 Prozent von ihnen erklärten, dass sie auf den Kauf neuer elektronischer Geräte verzichten würden, wenn sich die alten reparieren ließen.

Quelle: Seebiz.eu