Offiziell: Slowenien erhöht den Mindestlohn auf rund 1.000 € netto
28.01.2026

Slowenien hat die Erhöhung des Mindestlohns für das Jahr 2026 auch offiziell bestätigt.
Der slowenische Arbeitsminister Luka Mesec hat die Entscheidung über den neuen Mindestlohnbetrag unterzeichnet, die am Freitag, dem 30. Januar 2026, im Amtsblatt unseres Nachbarlandes veröffentlicht wird. Damit wurde die gesetzliche Frist eingehalten, nach der der Mindestlohn spätestens bis zum 31. Januar jedes Jahres festgelegt und veröffentlicht werden muss.
Zur Erinnerung: Über die Erhöhung des Mindestlohns in Slowenien haben wir bereits früher geschrieben, zu einem Zeitpunkt, als es noch keine offizielle Bestätigung gab. Jetzt sind alle Beträge und rechtlichen Rahmenbedingungen endgültig festgelegt.
Wie hoch wird der neue Mindestlohn sein?
Der Bruttomindestlohn in Slowenien wird für das Jahr 2026 1.481,88 Euro betragen. Schätzungen zufolge bedeutet das, dass Arbeitnehmer mit Mindestlohn in Vollzeit ungefähr 1.000 Euro netto pro Monat erhalten werden.
Zur einfachen Erklärung: Der Bruttolohn ist der Betrag vor Steuern und Abgaben, während der Nettolohn der Betrag ist, den der Arbeitnehmer tatsächlich auf sein Konto erhält. Gerade der Nettobetrag ist das, was die Bürger am meisten interessiert, da sie daraus die täglichen Lebenshaltungskosten bestreiten.
Wie wurde die Höhe des Mindestlohns festgelegt?
Das Arbeitsministerium erklärte, dass das Gesetz vorschreibt, dass der Mindestlohn zwischen 20 und 40 % über den minimalen Lebenshaltungskosten liegen muss. Auf Grundlage der Berechnungen lag diese Spanne für das Jahr 2026 zwischen 1.372,03 und 1.648,28 Euro brutto.
Der Minister traf die Entscheidung über einen Betrag von 1.442,92 Euro brutto, der anschließend an die Inflation von 2,7 Prozent angepasst wurde. Nach dieser Anpassung erreichte der endgültige Mindestlohnbetrag 1.481,88 Euro brutto.
Das Ziel eines solchen Modells besteht laut Ministerium darin, sicherzustellen, dass der Mindestlohn nicht nur symbolisch ist, sondern tatsächlich eine grundlegende finanzielle Sicherheit ermöglicht. In diesem Zusammenhang wird häufig die Botschaft hervorgehoben, dass die Erhöhung des Mindestlohns beschlossen wird, damit, wie eine der Botschaften der Regierung lautet, 'alle ein würdiges Leben haben'.
Was steigt neben dem Mindestlohn noch?
Die Erhöhung des Mindestlohns betrifft nicht nur Arbeitnehmer, die den Mindestlohn erhalten. Sie zieht automatisch die Erhöhung einer Reihe anderer Leistungen nach sich, die gesetzlich an diesen Betrag gebunden sind.
Dazu gehören das niedrigste Arbeitslosengeld, Stundenlöhne für studentische Arbeit, Vergütungen für persönliche Assistenten sowie bestimmte andere soziale und arbeitsbezogene Zahlungen. Mit anderen Worten: Die Entscheidung über den Mindestlohn hat eine breitere gesellschaftliche Wirkung und betrifft deutlich mehr Menschen, als es auf den ersten Blick scheint.
Vergleich mit Kroatien
In Kroatien ist der Bruttomindestlohn für das Jahr 2026 auf 1.050 Euro geplant. Dabei handelt es sich um eine Erhöhung von etwa 80 Euro im Vergleich zum Jahr 2025, als der Mindestlohn 970 Euro brutto betrug. Die Regierung kündigt dabei an, dass der Mindestlohn in den nächsten Jahren schrittweise auf ein Niveau von etwa 1.250 Euro brutto steigen soll.
Der Vergleich mit Slowenien zeigt einen erheblichen Unterschied. Der slowenische Mindestlohn von ungefähr 1.482 Euro brutto liegt um etwa 431 Euro über dem kroatischen. Der Unterschied ist auch bei den Nettobeträgen sichtbar. Während der slowenische Mindestlohn auf etwa 1.000 Euro netto geschätzt wird, beträgt der kroatische Mindestlohn ungefähr 800 Euro netto, was einen Unterschied von etwa 200 Euro pro Monat bedeutet.
Dieser Unterschied ist nicht nur statistisch. Er wirkt sich direkt auf das tägliche Leben der Arbeitnehmer aus. In Slowenien deckt ein Arbeitnehmer mit Mindestlohn grundlegende Kosten wie Miete, Lebensmittel und Nebenkosten leichter ab. In Kroatien sehen sich Arbeitnehmer mit niedrigeren Einkommen aufgrund steigender Energie-, Lebensmittel- und Wohnkosten einem größeren Druck ausgesetzt. Mehrere hundert Euro Unterschied im Bruttobetrag bedeuten oft die Grenze zwischen finanzieller Stabilität und einem ständigen Kampf mit den Kosten.
Die offizielle Bestätigung der Erhöhung des Mindestlohns in Slowenien zeigt eine klare politische Ausrichtung auf den Schutz des Lebensstandards von Arbeitnehmern mit den niedrigsten Einkommen. Der Betrag von etwa 1.000 Euro netto positioniert Slowenien deutlich über dem kroatischen Mindestlohnniveau und unterstreicht zusätzlich die Unterschiede in der Kaufkraft zwischen den beiden Ländern.
Obwohl die Erhöhung des Mindestlohns allein nicht alle Probleme löst, bleibt sie eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen Erwerbsarmut. In diesem Sinne sendet die slowenische Entscheidung eine klare Botschaft, dass der Mindestlohn reale Voraussetzungen für ein würdiges Leben ermöglichen soll und nicht nur das gesetzliche Minimum erfüllen darf.
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