Oktober-Inflation in Kroatien bei 3,6 Prozent: Lebenswichtige Ausgabenkategorien teurer
19.11.2025

Die Inflation im Oktober beträgt 3,6 Prozent, und die größte Belastung für die Bürger entsteht durch Wohn- und Energiekosten.
Laut den neuesten Daten, die vom Staatlichen Statistikamt veröffentlicht wurden, setzten die Preise für Waren und Dienstleistungen für den persönlichen Verbrauch im Oktober 2025 ihren Aufwärtstrend fort. Auf Jahresbasis, also im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres, liegen die Durchschnittspreise um 3,6 Prozent höher.
Auch wenn diese Zahl auf den ersten Blick vielleicht nicht hoch erscheint, zeigt eine detailliertere Analyse, dass die größten Preistreiber gerade jene Kategorien sind, die für die Bürger existenziell am wichtigsten sind und sich im täglichen Konsum nicht vermeiden lassen. Betrachtet man die monatliche Veränderung, so sind die Preise im Vergleich zum September dieses Jahres im Durchschnitt um 0,6 Prozent gestiegen, was darauf hindeutet, dass der Inflationsdruck noch immer nicht vollständig nachgelassen hat.
Den größten Schlag für den Lebensstandard der Bürger bringt bereits den dritten Monat in Folge der Bereich Wohnen und Nebenkosten. Die statistischen Daten zeigen unmissverständlich, dass in der Gruppe, die Wohnen, Wasser, elektrische Energie, Gas und andere Brennstoffe umfasst, auf Jahresbasis ein hoher Anstieg von 8,4 Prozent verzeichnet wurde. Gerade diese Kategorie leistet auch den größten Beitrag zur Gesamtinflationsrate, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass gerade die Nebenkostenabrechnungen und Wohnkosten "hauptverantwortlich" dafür sind, dass unser Leben teurer ist als im Vorjahr. Unmittelbar hinter den Wohnkosten folgen Dienstleistungen in Restaurants und Hotels, die um 6,9 Prozent teurer geworden sind, während Kommunikationsdienstleistungen einen Anstieg von 4,9 Prozent verzeichneten. Auch im Gesundheitssektor sieht es nicht besser aus, wo die Preise um 4,7 Prozent höher liegen, und besonders sensibel ist die Angabe zum Anstieg der Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke um 4,4 Prozent, da es sich um Kosten handelt, die absolut jeden Haushalt ohne Ausnahme treffen.
Interessant ist festzustellen, dass nicht alle Kategorien auf Jahresbasis einen Preisanstieg verzeichnet haben, denn es gibt auch Bereiche, in denen ein Rückgang festgestellt wurde. So waren Kleidung und Schuhe im Oktober 2025 um 2,2 Prozent günstiger als im selben Monat ein Jahr zuvor, und ein ähnlicher Trend sinkender Preise ist auch in der Kategorie Bildung mit einem Rückgang von 1,5 Prozent sowie im Verkehr sichtbar, der um 1,1 Prozent billiger geworden ist. Diese Daten mildern den gesamten Anstieg der Lebenshaltungskosten teilweise ab, doch angesichts dessen, dass Lebensmittel und Nebenkosten den Löwenanteil des Warenkorbs einer durchschnittlichen kroatischen Familie ausmachen, kann die Verbilligung von Kleidung die höheren Beträge auf den Rechnungen für Gas oder Strom kaum ausgleichen.
Wenn wir uns ausschließlich auf die monatlichen Entwicklungen konzentrieren und den Oktober mit dem September 2025 vergleichen, wird das Bild aufgrund saisonaler Faktoren etwas anders. So führte das Eintreffen neuer Herbst- und Winterkollektionen in den Geschäften zu einem starken monatlichen Preisanstieg bei Kleidung und Schuhen von sogar 8,0 Prozent. Darüber hinaus ist auch auf Monatsbasis ein Anstieg der Wohn- und Energiekosten um 1,4 Prozent sichtbar, was die These zusätzlich bestätigt, dass Nebenkosten zu einem brennenden Problem geworden sind. Andererseits kam es nach der Tourismussaison zu einer leichten Beruhigung der Preise in Freizeit und Kultur sowie in Restaurants und Hotels, während die Lebensmittelpreise auf Monatsbasis nur einen geringfügigen Rückgang verzeichneten.
Erwähnenswert ist auch der sogenannte harmonisierte Verbraucherpreisindex, der zum Vergleich der Inflation zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union verwendet wird. Nach diesem Maßstab beträgt die Inflation in Kroatien im Oktober 2025 auf Jahresbasis 4,0 Prozent, was etwas höher ist als der nationale Index, während auf Monatsbasis ein leichter Rückgang von 0,2 Prozent verzeichnet wurde. Diese Daten legen klar nahe, dass wir uns zwar nicht in einer Zone galoppierender Inflation befinden, aber noch immer kein Raum zur Entspannung besteht, da die wichtigsten Lebenshaltungskosten weiterhin schneller steigen als jene weniger wichtigen Posten im Haushaltsbudget.









