Wirtschaftsexperte über den Euro bei N1: „Gute Entscheidung. Kroatien hat ein Rekord-Kreditrating.“
14.01.2026

Drei Jahre nachdem der Euro in Kroatien zur offiziellen Währung geworden ist, bewertete der Chefökonom des kroatischen Arbeitgeberverbands, Hrvoje Stojić, als Gast im N1-Livestudio diesen strategischen Schritt als deutlich vorteilhafter als schädlich.
Als zentrales Argument hob er das historisch höchste Kreditrating des Staates hervor, das sich direkt auf die Wirtschaft und die Bürger überträgt. Dank dieser Stabilität zahlen heimische Unternehmen und die Bevölkerung heute deutlich niedrigere Zinssätze im Vergleich zum Durchschnitt des Euroraums, was besonders bei Investitions- und Wohnkrediten sichtbar ist, heißt es für Portal N1.
Die Frage des Preisanstiegs, die häufig mit dem Währungswechsel in Verbindung gebracht wird, stellt Stojić in einen breiteren wirtschaftlichen Kontext und weist darauf hin, dass die Inflation in Kroatien tatsächlich über dem Durchschnitt der Union lag und wahrscheinlich noch einige Zeit auf diesem Niveau bleiben wird. Die Hauptursachen für diese Entwicklung sind nicht der Währungswechsel selbst, sondern die beschleunigte Annäherung der Dienstleistungspreise an europäische Standards sowie der starke Anstieg der Kaufkraft der Bürger. Gerade dieser erhöhte Lebensstandard und die größere Nachfrage erzeugen auf natürliche Weise Druck auf die Preise von Dienstleistungen und anderen Produkten auf dem Markt.
Die langfristige Betrachtung der Einführung des Euro legt nahe, dass Kroatien die Mitgliedschaft in der Währungsunion erfolgreich genutzt hat, um seine finanzielle Widerstandsfähigkeit zu stärken. Laut den Angaben des Experten für N1 tragen niedrigere Kreditkosten direkt zu einer besseren Erschwinglichkeit von Immobilien bei und erleichtern die Geschäftszyklen, was ohne die gemeinsame Währung unter instabilen globalen Umständen deutlich schwerer zu erreichen wäre. Trotz der inflationären Herausforderungen zeigt die wirtschaftliche Rechnung, dass die Stabilität des Systems und der leichtere Zugang zu Kapital die wichtigsten Vorteile dieser Integration geblieben sind.
Das gesamte Gastgespräch und die detaillierte Analyse der wirtschaftlichen Entwicklungen sehen Sie in der Live-Schaltung auf N1.









