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Deutschland bereitet sich auf eine große Krise vor und kündigt weitere Maßnahmen an

11.08.2022

Deutschland bereitet sich auf eine große Krise vor und kündigt weitere Maßnahmen an

Das DEUTSCHE Finanzministerium plant, den Schwellenwert für die Besteuerung der Einkommen der Bürger anzuheben und die Kinderzulagen als Reaktion auf die höchste Inflationsrate im Land seit mehreren Jahrzehnten leicht zu erhöhen, kündigten Regierungsbeamte an. Der steuerfreie Einkommensbetrag soll demnach ab dem nächsten Jahr auf 10.632 Euro angehoben werden und dann 2024 auf 10.932 Euro, von derzeit 10.347 Euro.

Darüber hinaus soll auch die Einkommensgrenze angehoben werden, auf die der höchste Steuersatz angewendet wird – so wird ab dem nächsten Jahr ein Jahreseinkommen von 61.972 Euro mit dem höchsten Steuersatz besteuert, und im Jahr 2024 eines von 63.515 Euro. Zum Vergleich: Derzeit wird ein Jahreseinkommen von 58.597 Euro und mehr mit dem höchsten Steuersatz besteuert.

Die Beamten kündigen außerdem an, dass das Kindergeld für die ersten beiden Kinder um 8 Euro auf 227 Euro monatlich im Jahr 2023 steigen wird.

Steueränderungen

Als Ergebnis der geplanten Steueränderungen sollen die Steuereinnahmen im nächsten Jahr um 10.12 Milliarden Euro und 2024 um 17.5 Milliarden sinken. Diese Pläne des deutschen Finanzministers Christian Lindner von der unternehmerfreundlichen Partei der Freien Demokraten zielen darauf ab, den Haushalten eine gewisse Hilfe zu bieten, nachdem die Inflation im Juli 8.5 Prozent erreicht hatte, angetrieben durch den Anstieg der Lebensmittel- und Energiepreise.

Allerdings griffen Koalitionspolitiker der Grünen sowie der linksradikalen Partei Linke diese Pläne sofort an und behaupteten, dass sie vor allem den Reichen zugutekämen.

„Steuererleichterungsmaßnahmen im Wert von Milliarden Euro, von denen Spitzenverdiener dreimal mehr profitieren als Menschen mit niedrigem Einkommen – das passt nicht in diesen Moment“, erklärte die finanzpolitische Sprecherin der Grünen gegenüber der Nachrichtengruppe RND. Der deutsche Dachverband für soziale Wohlfahrt erklärte hingegen, dass das Kindergeld um mindestens 10 Prozent beziehungsweise 22 Euro steigen sollte. „Wer Familien wirklich helfen will, sollte sich nicht mit Peanuts beschäftigen“, hieß es aus diesem Verband.

Quelle: index.hr