Deutschland hat ein enormes Wohnungsproblem
09.08.2023

DEUTSCHLAND steht vor einer Krise im Wohnungsbau, die Jahre andauern könnte, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht grundlegend verbessern, meinen deutsche Ökonomen und Baufachleute, über die die deutsche Nachrichtenagentur dpa berichtet.
Der schnelle Anstieg der Baukosten hat den privat finanzierten Wohnungsbau erschwert, der für viele Unternehmer unrentabel geworden ist. Um diese Kosten zu decken, müsste die Miete für eine neue Wohnung pro Quadratmeter 18 Euro betragen, schätzt die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE) mit Sitz in Kiel.
Der Wohnungsbau in Deutschland ist in den sozialen Wohnungsbau, der vom Staat subventioniert wird, und privat finanzierten Wohnungsbau unterteilt, der sich selbst tragen sollte.
Laut ARGE beträgt der durchschnittliche Baupreis pro Quadratmeter Wohnfläche – einschließlich der Grundstückskosten – derzeit etwa 5200 Euro. „Bauen ist einfach zu teuer“, sagte Ludwig Dorffmeister, Experte für Bauwesen und Immobilien vom Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.
„Im Mai lagen die Preise für den Bau konventioneller neuer Wohnungen um 36 Prozent höher als zu Beginn des Sommers 2020.“
Steigende Zinssätze treffen auch private Bau- und Wohnungsunternehmen. „In vielen Fällen verschieben sie Projekte, weil die erforderliche Miete die künftigen Mieter finanziell überfordern würde“, sagte Dorffmeister.
Unterdessen schränkt die Regierung seit 2022 die Subventionen für Neubauten erheblich ein, schreibt die Agentur dpa. „Trotz der erwarteten Anstrengungen aller Beteiligten erwarte ich keine Trendwende, sondern weitere erhebliche Verluste auf dem Markt“, sagte der Experte.
Quelle: index.hr











