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Diaspora füllt den kroatischen Staatshaushalt: Rekordüberweisungen aus Deutschland und Irland

16.05.2025

Diaspora füllt den kroatischen Staatshaushalt: Rekordüberweisungen aus Deutschland und Irland

Nach den neuesten Daten der Kroatischen Nationalbank sind im vergangenen Jahr fast 2,9 Milliarden Euro aus dem Ausland nach Kroatien geflossen, was einen historischen Rekord darstellt.

Den größten Teil dieses Betrags schicken Kroaten, die in Deutschland beschäftigt sind, und bedeutende Summen kommen auch aus Irland und den Niederlanden. Zum Vergleich: Aus Deutschland kamen im Jahr 2013 nur etwas mehr als 190 Millionen Euro, während die Überweisungen im vergangenen Jahr eine Milliarde Euro überschritten, schreibt Novi list.

Neben Deutschland wird auch die irische Diaspora für die heimische Wirtschaft immer wichtiger, mit mehr als 300 Millionen Euro an Überweisungen im vergangenen Jahr. Auch die Niederlande sind zu einer bedeutenden Quelle von Geldtransfers geworden, und unter den zehn Ländern, aus denen Kroaten am meisten Geld schicken, befinden sich auch Österreich, Slowenien, die Schweiz, Italien, das Vereinigte Königreich sowie die Vereinigten Staaten.

Gleichzeitig schicken ausländische Arbeitnehmer, die in Kroatien beschäftigt sind, immer mehr Geld an ihre Familien in der Heimat. Der größte Betrag geht nach Bosnien und Herzegowina, mehr als 287 Millionen Euro, während Arbeitnehmer aus Serbien und Nepal ebenfalls zu den führenden bei den Überweisungen gehören. Besonders hervorzuheben ist das starke Wachstum der Transfers von Arbeitnehmern aus Nepal, den Philippinen und Indien, was die Veränderungen auf dem kroatischen Arbeitsmarkt widerspiegelt.

In den letzten Jahren gibt es in Kroatien immer mehr Arbeitnehmer aus Asien, was das Ergebnis der gestiegenen Nachfrage nach Arbeitskräften in Sektoren wie dem Bauwesen, der Landwirtschaft und dem Gastgewerbe ist. Neben Arbeitnehmern vom Balkan gibt es auch immer mehr hochqualifizierte Ausländer, während Arbeitgeber hervorheben, dass Arbeitnehmer aus Nepal und Indien für Hilfstätigkeiten am gefragtesten sind.

Experten warnen, dass Kroatien immer stärker von ausländischen Arbeitskräften abhängt, während gleichzeitig die Zahl der einheimischen Bürger wächst, die ins Ausland gehen, um dort zu arbeiten. Solche Trends wirken sich erheblich auf das demografische Bild und den Arbeitsmarkt aus, und die Frage der Bindung von Arbeitskräften wird zu einer der zentralen Herausforderungen für die Zukunft.