Durchschnittslohn in Bosnien und Herzegowina auf rund 865 Euro gestiegen: Jahreswachstum ähnlich wie in Kroatien
22.07.2026

Der durchschnittliche monatliche Nettolohn, der den Beschäftigten in juristischen Personen in Bosnien und Herzegowina im Mai 2026 ausgezahlt wurde, betrug 1.691 KM beziehungsweise 864,59 Euro.
Im Vergleich zum April stieg er nominal um 0,4 %, während das reale Wachstum nach Berücksichtigung der Veränderung der Verbraucherpreise 1,3 % betrug. Das zeigen die neuesten Daten der Agentur für Statistik von Bosnien und Herzegowina.
Die Beträge wurden nach dem festen Wechselkurs umgerechnet, nach dem 1 Euro 1,95583 KM wert ist. Der Wert in Euro ergibt sich durch Division des Betrags in konvertiblen Mark durch 1,95583.
Die Löhne steigen, aber die Kaufkraft deutlich langsamer
Im Vergleich zum Mai 2025 stieg der durchschnittliche Nettolohn in BiH nominal um 7,4 %. Ein Beschäftigter erhielt somit im Durchschnitt etwa 117 KM mehr, was einem Betrag von ungefähr 59,82 Euro entspricht.
Dennoch bedeutet der Anstieg des Betrags auf dem Konto nicht, dass der Lebensstandard um denselben Prozentsatz gestiegen ist. Wenn die Preissteigerungen berücksichtigt werden, betrug das reale jährliche Lohnwachstum 1,7 %. In Geld ausgedrückt entspricht der Anstieg der Kaufkraft einem Betrag von ungefähr 27 KM beziehungsweise 13,80 Euro.
Der durchschnittliche Bruttolohn überstieg 2.600 KM
Der durchschnittliche monatliche Bruttolohn in Bosnien und Herzegowina betrug im Mai 2.631 KM beziehungsweise 1.345,21 Euro. Im Vergleich zum April lag er nominal um 0,5 % und real um 1,4 % höher.
Auf Jahresbasis stieg der Bruttolohn nominal um 7,8 %. Nach Berücksichtigung der Inflation betrug das reale Wachstum 2,1 %.
Der kroatische Durchschnitt liegt um 687 Euro höher
Zum Vergleich: Der durchschnittliche Nettolohn in juristischen Personen in Kroatien betrug laut den Daten des DZS im Mai 2026 1.552 Euro. Der kroatische Durchschnitt lag damit um 687,41 Euro höher als der durchschnittliche Nettolohn in Bosnien und Herzegowina, also um fast 80 %.
Interessant ist, dass die Löhne in beiden Ländern auf Jahresbasis mit ähnlicher Geschwindigkeit gestiegen sind. Der durchschnittliche Nettolohn in BiH stieg nominal um 7,4 %, in Kroatien um 7 %. Das reale Wachstum betrug in beiden Ländern 1,7 %, was zeigt, dass ein großer Teil der Lohnerhöhungen durch steigende Lebenshaltungskosten aufgehoben wurde.
Das Wachstum setzt sich fort, aber der Unterschied bleibt groß
Die neuesten Daten bestätigen, dass die Durchschnittslöhne in Bosnien und Herzegowina weiter steigen, doch der tatsächliche Anstieg der Kaufkraft ist deutlich bescheidener als der nominale. Gleichzeitig zeigt der Vergleich mit Kroatien, dass der Unterschied bei den durchschnittlichen Einkommen weiterhin mehr als 680 Euro monatlich beträgt.
Der durchschnittliche Lohn allein bildet den Lebensstandard der Bevölkerung jedoch nicht vollständig ab. Für einen realistischeren Vergleich müssen die Wohn-, Lebensmittel-, Transport- und sonstigen Grundkosten berücksichtigt werden, ebenso wie die Tatsache, dass sich die Steuersysteme und die statistische Erfassung der Beschäftigten von Staat zu Staat unterscheiden.











