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Junge Menschen lehnen Überstunden zunehmend ab: „Arbeit ist nicht der Mittelpunkt des Lebens“

26.06.2025

Junge Menschen lehnen Überstunden zunehmend ab: „Arbeit ist nicht der Mittelpunkt des Lebens“

Immer mehr junge Beschäftigte weltweit, auch in Kroatien und der Region, lehnen das traditionelle Modell der 'endlosen Arbeitstage' ab, bei dem die Arbeit von der Morgendämmerung bis spät in die Nacht dauert.

Ein neuer Microsoft-Bericht für 2025 zeigt, dass ein durchschnittlicher junger Berufstätiger täglich sogar 270 geschäftliche Benachrichtigungen erhält und der Arbeitstag oft erst am Abend oder sogar nach Mitternacht endet. Dieses Tempo, zusammen mit ständigen Meetings und Nachrichten, lässt sie erschöpft zurück und ohne Zeit für das Privatleben, schreibt Guardian.

Die Generation Z will mehr als Arbeit

Im Gegensatz zu älteren Generationen lehnen junge Menschen heute offen die Idee ab, dass Arbeit das Zentrum des Lebens ist. Laut einer Deloitte-Studie stellen sogar 94 % der Angehörigen der Generation Z die Balance zwischen Arbeit und Privatleben über den Aufstieg auf der Karriereleiter im Unternehmen. Immer mehr junge Arbeitnehmer, auch in Kroatien, suchen flexible Bedingungen, die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, und klar definierte Arbeitszeiten

Burnout, Angstzustände und Widerstand gegen alte Regeln

Erfahrungen junger Menschen aus New York, Seoul oder Toronto zeigen, dass lange Arbeitszeiten, ständige Erreichbarkeit und Leistungsdruck zu einem Anstieg von Angstzuständen, Burnout und Unzufriedenheit geführt haben. Viele sind bereit, den Job zu wechseln oder sogar Karrieren aufzugeben, wenn sie keine Balance finden. Immer mehr junge Menschen setzen Grenzen, weigern sich, außerhalb der Arbeitszeit zu arbeiten, suchen Unterstützung für die psychische Gesundheit und kommunizieren offen über die Belastung.

Kroatien und die Region folgen den Trends

Auch in Kroatien ist unter jungen Beschäftigten immer häufiger die Forderung nach einer kürzeren Arbeitswoche, Remote-Arbeit und flexiblen Arbeitszeiten zu hören. Arbeitgeber, die junge Talente halten wollen, werden sich an neue Erwartungen anpassen müssen, denn junge Menschen machen heute klar deutlich: 'Wir arbeiten, um zu leben, und nicht wir leben, um zu arbeiten.'