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Kellnerin in Deutschland mit 4.000 € netto löst hitzige Debatte aus: „Mehr als viele Akademiker“

24.11.2025

Kellnerin in Deutschland mit 4.000 € netto löst hitzige Debatte aus: „Mehr als viele Akademiker“

Die Welt der Luxushotels und der gehobenen Gastronomie verbirgt oft Geschichten über außergewöhnliche Verdienste, doch eine neunzehnjährige junge Frau aus Hamburg sorgte im Internet für einen regelrechten Sturm, nachdem sie ihre monatlichen Einkünfte offengelegt hatte.

Es handelt sich um einen konkreten Betrag von 4000 Euro netto, eine Summe, von der viele hochgebildete Fachkräfte in Deutschland nur träumen können und die sich, wie sich zeigte, zu einem guten Teil aus steuerfreien Trinkgeldern ergibt.

Die junge Kellnerin, die als Stationskellnerin in einem Fine-Dining-Restaurant innerhalb eines prestigeträchtigen Fünf-Sterne-Hotels arbeitet, entschied sich, ihre finanzielle Situation im beliebten Internetforum Reddit zu teilen. Ihre Einkünfte bestehen aus einem regulären Monatsgehalt in Höhe von 2500 Euro sowie einem durchschnittlichen Trinkgeld von sogar 1500 Euro, berichtet Merkur.de. Um dieses ambitionierte finanzielle Ziel zu erreichen, arbeitet die junge Frau wöchentlich volle vierzig Stunden im Hotel, während sie zusätzliche acht Stunden in einem zweiten Job verbringt. Ihr Traum ist es nämlich, ihre eigene Ausbildung zur Berufspilotin zu finanzieren, weshalb sie, wie sie zugibt, zu zahlreichen Entbehrungen gezwungen ist, sich ausschließlich dem Sport widmet und keine Zeit für Treffen mit Freunden hat.

Obwohl sie in den Kommentaren viel Unterstützung für ihre Ambitionen erhielt, zusammen mit zahlreichen ermutigenden Nachrichten und Ratschlägen für eine Pilotenkarriere, löste die Höhe ihres monatlichen Trinkgelds eine Lawine negativer, aber auch neidischer Reaktionen aus. Besonders empört zeigten sich offenbar Akademiker und hochgebildete Fachkräfte, unter denen Softwareingenieure dominierten. Verärgerte Kommentatoren hoben hervor, dass die Kellnerin, obwohl ohne formale Hochschulbildung, monatlich mehr Nettogeld verdient als ein Softwareentwickler mit einem jährlichen Bruttogehalt von 80.000 Euro.

In diesem Zusammenhang äußerten viele ihren Unmut darüber, dass Trinkgelder in Deutschland gesetzlich nicht besteuert werden, bezeichneten dies als "Wahnsinn" und beklagten sich über die hohen Sozialabgaben im Land. Einige kündigten sogar an, künftig weniger Trinkgeld zu geben.

Die Debatte nahm schnell ernste Ausmaße an, doch es meldeten sich auch jene zu Wort, die behaupteten, dass derart hohe Trinkgeldbeträge im Segment der Luxusgastronomie 'nichts Ungewöhnliches' seien. Eine Person erklärte zur Bestätigung dieser Behauptung, dass ihre Freundin, obwohl sie nur 15 Euro pro Stunde verdient, an nur einem Abend oft rund hundert Euro Trinkgeld bekommt.

Die Kellnerin selbst versuchte, nachdem sich ihr Beitrag im Internet verbreitet hatte, in einer zusätzlichen Stellungnahme die Gemüter zu beruhigen, indem sie erklärte, dass ihr Verdienst 'sehr gut, aber keineswegs der beste' sei, und betonte, dass ihr Restaurantleiter, der eine größere Station und VIP-Gäste bedient, doppelt so viel Trinkgeld verdient wie sie. Die junge Kellnerin erklärte, dass der durchschnittliche Trinkgeldbetrag, den sie täglich erhält, zwischen achtzig und einhundertzwanzig Euro liegt, von dem sie einen Teil immer mit dem Küchenpersonal teilt, betonte jedoch, dass die sehr wohlhabende Kundschaft berücksichtigt werden müsse, für die solche Beträge buchstäblich 'Kleingeld' sind.