Laut HZZ-Daten nähert sich Kroatien einem historischen Tiefstand der Arbeitslosigkeit
10.10.2025

Nach Angaben des Kroatischen Arbeitsamtes waren Ende September 2025 74.559 arbeitslose Personen registriert.
Das sind 936 weniger als im August und sogar 8.280 weniger als im September des Vorjahres. Mit anderen Worten: Die Arbeitslosigkeit ist innerhalb eines Jahres um 10 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 1,2 Prozent gesunken.
In der Struktur der Arbeitslosen gibt es weiterhin etwas mehr Frauen, nämlich 39.703, während 34.856 Männer arbeitslos sind. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen Männer um 8,8 Prozent und die der Frauen um 11 Prozent gesunken. Der Anteil der Männer an der Gesamtarbeitslosigkeit ist leicht gestiegen, während der Anteil der Frauen gesunken ist.
Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit wurde in allen Altersgruppen verzeichnet. Der größte Rückgang erfolgte bei den 55- bis 59-Jährigen, wo die Zahl der Arbeitslosen um 14,5 Prozent niedriger ist. Den geringsten Rückgang von 7,2 Prozent verzeichnet die Gruppe zwischen 45 und 49 Jahren. Die meisten Arbeitslosen gibt es weiterhin unter den über 55-Jährigen, von denen es fast 9.300 gibt.
Betrachtet man die Bildungsstruktur, gibt es die meisten Arbeitslosen mit einer bis zu dreijährigen Mittelschulausbildung oder einem Beruf als KV- und VKV-Arbeiter, nämlich 22.652. Fast ebenso viele gibt es auch unter den Personen, die eine vierjährige Mittelschule oder ein Gymnasium abgeschlossen haben - 22.569. Es folgen jene mit Grundschule (12.389), Fakultät und Akademie (6.803), höherer Schule oder Fachstudium (5.408) sowie Personen ohne abgeschlossene Grundschule (4.738). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in allen Bildungsgruppen gesunken, am stärksten unter Personen mit Grundschule um 14,1 Prozent.
Die meisten Arbeitslosen hat weiterhin die Gespanschaft Split-Dalmatien mit 10.846 Personen, fast ebenso viele wie die Gespanschaft Osijek-Baranja mit 10.778, während die Stadt Zagreb 10.109 Arbeitslose zählt. Die wenigsten gibt es in der Gespanschaft Lika-Senj, nur 823. In allen Gespanschaften wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnet, und der größte Rückgang wurde in der Gespanschaft Istrien mit sogar 24,7 Prozent festgestellt.
Von der Gesamtzahl der Arbeitslosen haben 13.030 Personen nie gearbeitet, während 61.529 über vorherige Berufserfahrung verfügen. Die meisten ehemals Beschäftigten kommen aus der verarbeitenden Industrie, dem Handel, dem Gastgewerbe, dem Bauwesen sowie dem Verkehr und der Lagerhaltung. In der Industrie gibt es die meisten Arbeitslosen aus den Bereichen Lebensmittelproduktion, Metall- und Holzindustrie sowie Bekleidungsproduktion.
Im September 2025 meldeten sich 15.215 Personen in das Arbeitslosenregister ein, was 10,7 Prozent mehr ist als im gleichen Monat des Vorjahres. Davon hatten mehr als drei Viertel bereits Berufserfahrung, am häufigsten im Gastgewerbe, in der verarbeitenden Industrie, im Handel, im Bildungswesen und im Bauwesen.
Gleichzeitig schieden 16.151 Personen aus dem Register aus, was 14,5 Prozent weniger ist als im Vorjahr. Insgesamt wurden 12.155 Personen beschäftigt, davon 11.270 auf Grundlage eines Arbeitsverhältnisses. Die meisten fanden eine befristete Beschäftigung, am häufigsten im Bildungswesen, in der verarbeitenden Industrie, im Handel, im Bauwesen sowie im Gastgewerbe.
Arbeitslosengeld bezogen im September 19.995 Personen beziehungsweise 26,8 Prozent aller Arbeitslosen. Im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres ist die Zahl der Bezieher um 3,1 Prozent gesunken.
Die Arbeitgeber meldeten im September 23.219 offene Stellen, was 1,6 Prozent mehr ist als ein Jahr zuvor. Die größte Nachfrage kommt aus dem Bildungswesen, dem Gesundheitswesen, der Industrie, dem Handel und dem Bauwesen.
Im September wurden 4.514 neue Personen in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik einbezogen, am häufigsten in Bildungs- und Qualifizierungsprogramme sowie in Förderungen für Beschäftigung und Selbstständigkeit. Ende des Monats gab es insgesamt 26.737 aktive Nutzer der Maßnahmen, davon etwas mehr als 60 Prozent aus dem laufenden Jahr.









