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„Mein Job raubt mir den Lebenswillen“: Internet-Tipps – „Geh nicht ans Handy, wenn der Chef anruft, mach Pause, lass dein Blutbild prüfen“

15.05.2025

„Mein Job raubt mir den Lebenswillen“: Internet-Tipps – „Geh nicht ans Handy, wenn der Chef anruft, mach Pause, lass dein Blutbild prüfen“

Alles begann mit einem erschöpften Post

Auf Reddit meldete sich eine junge Lehrassistentin mit einer Nachricht, die Tausende Menschen traf: "Ich arbeite, komme nach Hause, spüle das Geschirr, lasse mich aufs Sofa fallen, starre die Wand an und schon ist es Zeit zum Schlafengehen. Ist das... alles?"

Innerhalb weniger Stunden teilten unter ihrem Post Hunderte Nutzer aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina sowie Serbien ihre Strategien und Frustrationen darüber, wie man einen Job überlebt, der, wie ein Nutzer sagte, "langsam das Licht in den Augen ausmacht".

Aus den Kommentaren haben wir die besten Ratschläge herausgefiltert, eine Mischung aus psychologischer Hilfe, Volksweisheit und humorvollen Sätzen, wie sie dein Kollege sagen könnte.

1. Setze Grenzen. Der Chef ist nicht dein Mitbewohner.

Alle waren sich in einer Sache einig: Der schlimmste Job ist der, der nach Feierabend noch in dein Leben eindringt. Wenn du spät abends auf Nachrichten antwortest, weil "ich nur noch schnell das hier erledige", bist du nicht verantwortungsbewusst, sondern auf dem Weg zum Burnout.

Ein Nutzer schrieb: "Behandle die Firma so, als wäre sie auf mute. Denn sie würde auch dich auf mute stellen, sobald du nicht mehr funktionierst."

Der Rat ist klar: Geh außerhalb der Arbeitszeit nicht ans Telefon. Geh nicht zu freiwilligen Veranstaltungen am Wochenende. Bleib nicht länger bei der Arbeit, weil du "ohnehin nichts Besseres zu tun hast". Doch – deine Gesundheit.

2. Pause ist kein Luxus, sondern ein Recht und Erholung für die Seele

Viele schrieben über die Pause als den am meisten unterschätzten Teil des Arbeitstags. Nicht die Länge ist wichtig, sondern dass sie wirklich dir gehört.

Ein Kommentator schlägt vor: "Nutze eine halbe Stunde Pause für einen Spaziergang ums Gebäude oder um in die Ferne zu schauen. Nur nicht auf den Bildschirm."

Nutze die Pause nicht, um noch eine Aufgabe zu erledigen. Nutze sie zur Erholung. Klingt einfach, hilft aber wirklich.

3. Schlaf. Das Blutbild kann mehr sagen als die HR-Abteilung

Nach vielen Kommentaren über ständige Müdigkeit stellten einige Nutzer fest, dass sie nicht nur erschöpft, sondern auch anämisch waren.

Eine Nutzerin schrieb: "Ich dachte, mein Job tötet meine Seele, aber in Wirklichkeit lag mein Eisenwert bei 2,2."

Stress und ein schlechter Rhythmus helfen nicht, aber wenn du dich monatelang schlecht fühlst, lass dich untersuchen. Ein Job sollte keine Bluttransfusion erfordern.

4. Wenn du keine Zeit für ein Hobby hast, brauchst du dringend eins

Einer der häufigsten Ratschläge war: Finde etwas, das dir Freude macht und nichts mit der Arbeit zu tun hat. Es ist egal, was es ist, Hauptsache, es ist nicht E-Mail, Zoom oder Excel.

Ein Nutzer schlägt vor: "Kauf dir eine Pflanze, stricke, spiel Gitarre, spiel Tischtennis. Hauptsache, dein Leben bleibt nicht stehen, wenn du nach Hause kommst."

Am wichtigsten ist, dass du darin nicht gut sein musst. Wichtig ist, dass du etwas außer Arbeit und Verpflichtungen hast. Das hebt die Stimmung und lädt die Batterien auf.

5. Den Job zu wechseln ist keine Niederlage, sondern ein normaler Schritt

Viele gaben zu, dass sie jahrelang in einem Job geblieben waren, der sie auslaugte, weil sie Angst vor Veränderung hatten. Doch diejenigen, die das Risiko eingingen, bereuten es selten.

Ein Nutzer schrieb: "Ich habe mehr gearbeitet als je zuvor, aber ich fühlte mich wie ein Mensch. Neue Firma, neue Dynamik, eine andere Person."

Wenn es dir selbst nach dem Urlaub nicht besser geht, es keine Chance auf eine Gehaltserhöhung gibt oder sich deine Gesundheit verschlechtert, liegt es vielleicht nicht an dir, sondern am Job. Jobs kannst du mehrmals wechseln, deine Nerven nicht.

Fazit: Du leidest, weil du noch Energie hast. Nutze sie.

Einige Kommentare waren brutal ehrlich, zum Beispiel:

"Wenn es mir nicht mehr wichtig ist, wird es aufhören weh zu tun. Bis dahin versuche ich es."

Ein Job muss nicht deine Berufung sein, aber er sollte keine Strafe sein. Wenn jeder Tag für dich ein Kampf ist, hat das Internet eine klare Botschaft: Setze Grenzen, mach Pause, schlaf dich aus, hinterfrage dich und geh, wenn nötig.

Und das Wichtigste: Der Chef wird überleben, wenn du um 18:04 nicht auf eine Nachricht antwortest. Du vielleicht nicht.