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Mindestlohn in Serbien steigt 2026 auf 64.554 Dinar bzw. rund 551 Euro

05.11.2025

Mindestlohn in Serbien steigt 2026 auf 64.554 Dinar bzw. rund 551 Euro

Ab dem 1. Januar 2026 wird der niedrigste gesetzliche Monatslohn in Serbien 64.554 Dinar betragen, was ungefähr 551 Euro entspricht, teilte die Regierung Serbiens mit, nachdem Gewerkschaften, Arbeitgeber und staatliche Vertreter keine gemeinsame Einigung über die Höhe des Mindestlohns erzielen konnten.

Der aktuelle Mindeststundenlohn wird auf 371 Dinar erhöht, und der steuerfreie Teil des Lohns wird auf etwa 34.200 Dinar angehoben, was bedeutet, dass die Erhöhung um 10,1 Prozent ab Januar die Einkommen der Arbeitnehmer, die bisher den Mindestlohn bezogen haben, zusätzlich verbessern wird, schreibt Biznis.rs.

Die Gewerkschaftsorganisationen forderten einen deutlich höheren Betrag von 70.000 Dinar beziehungsweise rund 600 Euro und verlangten zugleich, dass die Verhandlungen über die Löhne im öffentlichen Sektor parallel fortgesetzt werden. Die Arbeitgeber hingegen sind der Ansicht, dass die vorgeschlagene Erhöhung ausreichend ist und die Geschäftstätigkeit zusätzlich belastet, insbesondere bei kleineren Unternehmen. Bereits ab dem 1. Oktober dieses Jahres wurde eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns von 53.592 auf 58.630 Dinar beziehungsweise des Stundenlohns von 308 auf 337 Dinar eingeführt, wodurch der grundlegende Mindestlohn zuvor um 9,4 Prozent angehoben wurde.

Nach Angaben aus dem Sektor zahlen etwa 90.000 Arbeitgeber Mindestlöhne, und mit dem neuen Betrag von 64.554 Dinar werden viele, die etwa 60.000 Dinar erhielten, automatisch in die Kategorie der Mindestlohnempfänger fallen, wodurch sich die Unterschiede bei den niedrigsten Einkommen angleichen werden. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Regionen, beispielsweise liegen im Süden und Südosten des Landes die Durchschnittslöhne bei etwa 73.000 Dinar, was bedeutet, dass der Mindestlohn ab Januar sehr nahe an den Durchschnittseinkommen in diesen Gebieten liegen wird.

Im Jahr 2026 wird der Mindestlohn in Kroatien 1.050 Euro brutto pro Monat betragen. Das bedeutet, dass der kroatische Mindestlohn fast doppelt so hoch ist wie der serbische, was die relative Kaufkraft der Arbeitnehmer erheblich beeinflusst. Dennoch sollten beim Vergleich die Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten, der Steuerbelastung und den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen in beiden Ländern berücksichtigt werden.