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Slowenischer durchschnittlicher Nettolohn bei 1.679 Euro: Wie weit liegen Kroatien, Serbien und Montenegro zurück?

26.05.2026

Slowenischer durchschnittlicher Nettolohn bei 1.679 Euro: Wie weit liegen Kroatien, Serbien und Montenegro zurück?

Die statistischen Ämter von vier Ländern der Region haben Daten zu den Durchschnittslöhnen für März 2026 veröffentlicht.

Die Zahlen bestätigen, dass die Löhne nominal überall steigen, aber die Unterschiede zwischen den Staaten groß bleiben, und das, was die Durchschnittswerte nicht zeigen, ist ebenso wichtig wie das, was sie zeigen.

Slowenien behält den Vorsprung

Das Statistische Amt der Republik Slowenien veröffentlichte endgültige Daten, wonach der durchschnittliche Nettolohn im März 2026 1.678,81 Euro betrug, bei einem durchschnittlichen Bruttolohn von 2.678,28 Euro. Im Vergleich zum Februar stieg der Nettolohn nominal um 2,3 Prozent und real um 2,1 Prozent, was bedeutet, dass das Wachstum auch nach Berücksichtigung der Inflation sichtbar war.

Doch wichtiger als der Durchschnitt ist der Median. Wenn alle in juristischen Personen Beschäftigten auf Vollzeit umgerechnet werden, würde die Hälfte der Beschäftigten in Slowenien einen Bruttolohn von weniger als 2.281 Euro erhalten. Fast zwei Drittel der Beschäftigten, genauer gesagt 65,2 Prozent, würden einen Bruttolohn unter dem Durchschnitt erhalten.

Am oberen Ende der Verteilung erhält das Zehntel der Bestbezahlten mehr als 4.217 Euro brutto, während ein Prozent der Personen mit den höchsten Einkommen 8.284 Euro brutto überschreitet.

Die regionalen Unterschiede innerhalb Sloweniens sind nicht zu vernachlässigen. Der auf Vollzeit umgerechnete mediane Bruttolohn war in der statistischen Region Zentralslowenien mit 2.472 Euro am höchsten und in der Region Primorsko-Notranjska mit 2.087 Euro am niedrigsten, was einem Unterschied von fast 400 Euro entspricht.

Kroatien macht Fortschritte, aber die Kluft bleibt

Das Staatliche Statistikamt veröffentlichte, dass der durchschnittliche Nettolohn in Kroatien für März 2026 1.555 Euro betrug und der Bruttolohn 2.183 Euro. Im Vergleich zum Februar stieg der Nettolohn nominal um 1,8 Prozent, real um 0,4 Prozent. Auf Jahresbasis ist das Wachstum stärker, im Vergleich zum März 2025 ist der Nettolohn nominal um 7,4 Prozent und real um 2,5 Prozent höher.

Der slowenische durchschnittliche Nettolohn war im März um 123,81 Euro höher als der kroatische, also um etwas weniger als 8 Prozent.

Der mediane Nettolohn in Kroatien betrug 1.317 Euro, was bedeutet, dass die Hälfte der Beschäftigten weniger als diesen Betrag erhielt. Die Spanne zwischen den Berufen ist ausgesprochen groß, der durchschnittliche Nettolohn im Luftverkehr erreichte 2.309 Euro, während er in der Bekleidungsherstellung lediglich 996 Euro betrug.

Serbien verzeichnet starkes Wachstum

In Serbien betrug laut Daten des Republikanischen Statistikamts der durchschnittliche Nettolohn für März 2026 121.650 Dinar. Nach dem offiziellen Mittelkurs der Nationalbank Serbiens vom 26. Mai 2026, bei dem ein Euro 117,4208 Dinar wert war, entspricht das einem Betrag von etwa 1.036 Euro. Der durchschnittliche Bruttolohn betrug 167.263 Dinar beziehungsweise etwa 1.424 Euro.

Das Wachstum ist in Serbien nominal recht ausgeprägt, im Vergleich zu den ersten Quartalen des vergangenen Jahres stieg der durchschnittliche Nettolohn nominal um 11,7 Prozent und real um 8,9 Prozent. Betrachtet man jedoch den Unterschied in Euro, war der slowenische durchschnittliche Nettolohn um etwa 643 Euro höher als der serbische und der kroatische um etwa 519 Euro.

Der mediane Nettolohn in Serbien betrug 92.753 Dinar, was umgerechnet etwa 790 Euro entspricht. Das bedeutet, dass die Hälfte der serbischen Beschäftigten im März weniger als 790 Euro netto erhielt, was deutlich unter dem Durchschnitt liegt, der regelmäßig in den Nachrichten veröffentlicht wird.

Nominales Wachstum, realer Rückgang

Das Statistikamt Montenegros veröffentlichte, dass der durchschnittliche Nettolohn im März 2026 1.027 Euro betrug, bei einem Bruttolohn von 1.227 Euro. Im Vergleich zum Februar stieg der Nettolohn nominal um 0,2 Prozent, aber aufgrund des Anstiegs der Verbraucherpreise um 0,8 Prozent sanken die Reallöhne gleichzeitig um 0,6 Prozent.

Auf Jahresbasis ist die Situation etwas besser, der Nettolohn stieg im Vergleich zum März 2025 nominal um 2,4 Prozent. Der Unterschied zum slowenischen durchschnittlichen Nettolohn beträgt 651,81 Euro und zum kroatischen 528 Euro.

Was sagen die Durchschnittswerte eigentlich aus?

Die Löhne steigen in allen vier Ländern nominal, doch die Durchschnittswerte verschleiern regelmäßig das tatsächliche Bild. In allen betrachteten Ländern liegt der Medianlohn, also jener, der die Beschäftigten in eine gleich große obere und untere Hälfte teilt, deutlich unter dem Durchschnitt. Der Durchschnitt wird immer durch hoch bezahlte Branchen und Einzelpersonen nach oben gezogen, weshalb die Mehrheit der Beschäftigten tatsächlich weniger erhält als die Zahl, die in den Mitteilungen der statistischen Ämter veröffentlicht wird.

Für diejenigen, die über eine Arbeit im Ausland nachdenken oder die Bedingungen in der Region vergleichen, ist der Median ein relevanterer Bezugspunkt als der Durchschnitt.