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Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten sinkt weiter

07.11.2022

Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten sinkt weiter

BESTELLUNGEN in der deutschen Industrie sind im September erneut gesunken, doppelt so stark wie im August, was den starken Rückgang der Nachfrage aus dem Ausland widerspiegelt, wie heute Daten des Statistikamts zeigten.

Die Neuaufträge in der Industrie gingen im September im Vergleich zum August um 4 Prozent zurück, nachdem sie damals um 2 Prozent gesunken waren, stellte Destatis fest. Die Auslandsnachfrage brach um sieben Prozent ein, bei einem Rückgang der Bestellungen aus der Eurozone um 8 Prozent und aus dem Rest der Welt um 6.3 Prozent. Die Inlandsnachfrage stieg bescheidene 0.5 Prozent.

Nachfrage nach Konsumgütern gestiegen

Die Hersteller von Investitionsgütern verzeichneten im September einen um 6 Prozent geringeren Wert der Bestellungen, und jene von Vorleistungsgütern um 3.4 Prozent. Im Wirtschaftsministerium heben sie den Rückgang der Bestellungen in der Automobilindustrie um 9 Prozent und den Rückgang in der Maschinenbauindustrie um 8.1 Prozent hervor. Die Nachfrage nach Konsumgütern stieg hingegen im Vergleich zum August um 7.2 Prozent.

Im Vergleich zum September des Vorjahres verzeichnete die Industrie einen Rückgang der Bestellungen um 10.8 Prozent, fast dreimal so stark wie im August. „Es scheint, dass der starke Zufluss neuer Bestellungen nachgelassen hat, der durch die Erholungseffekte nach der Corona-Pandemie gestützt wurde“, bemerken sie im Wirtschaftsministerium.

„Die Aussichten für die Industrie bleiben aufgrund der hohen Energiepreise gedämpft, die die Endverbraucher immer stärker erreichen. Nach der unerwartet positiven Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal droht ein schwaches viertes Quartal“, warnen sie.

Quelle: index.hr