Rückkehr nach Kroatien nach 8 Jahren in Irland: Hohe Lebenshaltungskosten gaben den Ausschlag
19.01.2026

Nach fast acht Jahren in Dublin beschloss der Krankenpfleger Leonard Sever, seine Koffer zu packen und nach Zagreb zurückzukehren, wo er seine Karriere in der Klinik für Anästhesiologie des KBC Zagreb fortsetzte.
Seine Erfahrung aus Irland, die er in einem Beitrag für RTL Danas, teilte, war geprägt von äußerst positiven zwischenmenschlichen Beziehungen und offener Kommunikation mit Kollegen. Als Ausländer fühlte er sich nie ausgeschlossen und erlebte auch keine Unannehmlichkeiten. Dennoch brachte der Alltag im Ausland trotz angenehmer Arbeitsumgebung und beruflicher Wertschätzung eine finanzielle Belastung mit sich, die mit der Zeit für einen langfristigen Verbleib und die Zukunftsplanung untragbar wurde.
Finanzielle Kalkulation und die Realität der irischen Mieten
Der Hauptgrund für diese einschneidende Entscheidung waren die extrem hohen Lebenshaltungskosten, die die Arbeit in großen europäischen Zentren oft begleiten. Einfach ausgedrückt können hohe Einkommen im Ausland oft trügerisch sein, denn der tatsächliche Lebensstandard wird von den Preisen der Grundbedürfnisse bestimmt, vor allem vom Wohnen. Wie das Portal net.hr, berichtet, erkannte Sever, dass sogar die Hälfte seines monatlichen Gehalts ausschließlich für die Wohnungsmiete draufging.
In der Praxis bedeutet das, dass trotz eines höheren nominalen Betrags auf dem Konto die tatsächliche Kaufkraft und die Sparmöglichkeiten drastisch sinken, weil ein gewaltiger Teil des Einkommens sofort in die grundlegenden Lebenshaltungskosten fließt.
Positive Veränderungen im heimischen Gesundheitssystem
Die Rückkehr in das kroatische Gesundheitssystem brachte auch die Erkenntnis über die Veränderungen mit sich, die während seiner Abwesenheit stattgefunden hatten. Leonard betont, dass die Arbeitsbedingungen heute deutlich besser seien als zur Zeit seiner Abreise, als das System zeitweise sogar unter dem Mangel an grundlegenden Dingen wie medizinischen Handschuhen litt.
Heute ist die Situation bei Ausrüstung und Materialien stabil, und direkte Gespräche mit Kollegen deuten auf einen allgemeinen Anstieg der Zufriedenheit hin. Gehaltserhöhungen und die Modernisierung des Arbeitsumfelds verringern langsam die Kluft, die einst bestand, was die Entscheidung zur Rückkehr für jene, die ihr berufliches Glück außerhalb der Grenzen Kroatiens gesucht haben, erheblich erleichtert.
Ein Trend, der vorsichtigen Optimismus weckt
Die Rückkehr von Leonard Sever, erzählt in der Sendung RTL Danas, ist nicht nur eine individuelle Geschichte, sondern auch ein Hinweis auf neue Strömungen im medizinischen Beruf. Obwohl die statistischen Daten der Kroatischen Kammer der Krankenschwestern weiterhin zeigen, dass die Zahl der Weggänge die Zahl der Rückkehrer übersteigt, ist ein Aufwärtstrend bei jenen sichtbar, die sich für eine Arbeit in der Heimat entscheiden.
Der Schlüssel zur Bindung von Fachkräften in der Zukunft liegt gerade in der kontinuierlichen Verbesserung des Arbeitsstandards, der Fachkräften ein qualitativ gutes Leben und berufliche Entwicklung ohne den finanziellen Druck ermöglichen wird, wie ihn teure ausländische Immobilienmärkte auferlegen.









