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Slowenischer durchschnittlicher Nettolohn beträgt 1.723 Euro: Das sind 168 Euro mehr als in Kroatien

24.08.2026

Slowenischer durchschnittlicher Nettolohn beträgt 1.723 Euro: Das sind 168 Euro mehr als in Kroatien

Der durchschnittliche Nettolohn der bei juristischen Personen Beschäftigten in Slowenien belief sich im Juni 2026 auf 1.723 Euro.

Im Monat davor belief er sich auf 1.681 Euro. Nach Angaben des Statistischen Amtes der Republik Slowenien (SURS) stieg der Juni-Durchschnitt nominal um 2,5 Prozent und real um 1,7 Prozent. Einfacher gesagt zeigt das nominale Wachstum die Erhöhung des Betrags auf der Gehaltsabrechnung, während das reale Wachstum auch die Veränderung der Verbraucherpreise berücksichtigt.

Der gesamte durchschnittliche Bruttolohn bei den Nachbarn erreichte im Juni 2.751 Euro. Im Vergleich zum Mai stieg er nominal um 2,6 Prozent und real um 1,8 Prozent.

Der öffentliche Sektor hob den Durchschnitt an

SURS verfolgt die Entwicklung der Bruttolöhne im privaten und öffentlichen Sektor getrennt. Im Vergleich zum Mai stieg der Durchschnitt bei privaten Arbeitgebern um 1,3 Prozent, in den öffentlichen Diensten jedoch um deutlich höhere 4,8 Prozent.

Der stärkere Sprung im öffentlichen Sektor ist teilweise eine Folge der dritten Phase der im Rahmen der Lohnreform vereinbarten Erhöhung. Das bedeutet nicht, dass alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst auf einmal um 4,8 Prozent höhere Löhne erhalten haben.

Die slowenische Regierung und die Gewerkschaften haben neue Gehaltsklassen vereinbart, aber die Differenz zwischen dem alten und dem neuen Grundlohn wird nicht auf einmal ausgezahlt. Die Erhöhung ist in mehreren Schritten bis Anfang 2028 verteilt. Ab dem 1. Juni 2026 kam die dritte Rate, 12 Prozent der vereinbarten Differenz, beziehungsweise mindestens 70 Euro für Beschäftigte, denen noch so viel zur Auszahlung verblieb. Die slowenische Regierung erklärt, dass das Ziel der Reform darin besteht, Unlogiken im alten System zu beseitigen, die niedrigsten Grundlöhne anzuheben und die Bindung von Arbeitskräften im Gesundheitswesen, im Schulwesen, im Sozialbereich und in anderen öffentlichen Diensten zu erleichtern.

Vergleich mit Kroatien

Nach den neuesten Daten des Staatlichen Statistikamtes belief sich der durchschnittliche kroatische Nettolohn im Juni auf 1.555 Euro. Der slowenische Durchschnitt lag damit um 168 Euro höher.

Der inländische Durchschnitt stieg auf Monatsebene nominal nur um 0,2 Prozent beziehungsweise um 0,6 Prozent, wenn die Preisentwicklung berücksichtigt wird.

Kroatien hat den Rückstand in zehn Jahren verringert

Ein interessantes Bild ergibt der Vergleich mit Juni 2016. Damals belief sich der durchschnittliche Nettolohn in Slowenien auf 1.019 Euro, während der kroatische Durchschnitt 5.686 Kuna betrug, also ungefähr 755 Euro nach dem festen Umrechnungskurs.

Der Unterschied betrug vor zehn Jahren 264 Euro, während er heute 168 Euro beträgt. Mit anderen Worten: Der inländische Durchschnitt hat in diesem Zeitraum den Rückstand um 96 Euro verringert.

In zehn Jahren stieg der Nettobetrag bei den Nachbarn um 704 Euro und bei uns um 800 Euro. Das ist ein nominales Wachstum von etwa 69 Prozent auf der einen und 106 Prozent auf der anderen Seite der Grenze. Kroatien wuchs, zumindest gemessen an den bloßen Beträgen auf den Gehaltsabrechnungen, deutlich schneller.

Bruttounterschied

Bei den Bruttolöhnen ist das Bild etwas anders. Der kroatische Durchschnitt belief sich im Juni 2016 auf 7.759 Kuna oder rund 1.030 Euro, während der slowenische 1.564 Euro erreichte. Der damalige Unterschied betrug 534 Euro.

Heute beträgt der durchschnittliche Bruttolohn bei uns 2.184 Euro und auf der anderen Seite der Grenze 2.751 Euro. Der Bruttounterschied erhöhte sich auf 567 Euro, also um 33 Euro im Vergleich zur Lage vor zehn Jahren.

Das steht nicht im Widerspruch zur Verringerung des Unterschieds bei den Nettolöhnen. Auf den endgültigen Betrag, den ein Arbeitnehmer auf sein Konto erhält, wirken sich Steuern, Beiträge und Steuererleichterungen aus, und diese Systeme unterscheiden sich und verändern sich in jedem Staat.

Der Unterschied ist nicht mehr derselbe

Slowenische Beschäftigte erhalten im Durchschnitt weiterhin einen höheren Nettolohn, doch der kroatische Durchschnitt hat in den vergangenen zehn Jahren einen Teil des Rückstands aufgeholt. Dennoch bedeutet das Wachstum des Betrags auf dem Konto nicht automatisch auch ein gleiches Wachstum des Lebensstandards. Für einen vollständigen Vergleich müssten Inflation, Wohnkosten und andere Lebenshaltungskosten, Steuersysteme sowie Medianlöhne berücksichtigt werden. Der Durchschnittslohn kann durch die Einkommen der bestbezahlten Arbeitnehmer angehoben werden und bedeutet daher nicht, dass die Mehrheit der Beschäftigten tatsächlich genau den genannten Betrag erhält.

*Anmerkung: Alle Lohnbeträge sind auf volle Euro gerundet. Die Kuna-Beträge aus dem Jahr 2016 wurden nach dem festen Kurs von 7,53450 Kuna für einen Euro umgerechnet. Der Vergleich des nominalen Wachstums über zehn Jahre ist nominal und nicht an die Inflation oder Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten angepasst. Die Daten beziehen sich auf Beschäftigte bei juristischen Personen.