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Statt 440 erhielt ein Mitarbeiter rund 147.000 Euro: Gericht entschied zugunsten des Arbeitnehmers

08.10.2025

Statt 440 erhielt ein Mitarbeiter rund 147.000 Euro: Gericht entschied zugunsten des Arbeitnehmers

In dem chilenischen Lebensmittelunternehmen Dan Consorcio Industrial de Alimentos ereignete sich ein unglaublicher Fehler: Einem Verwaltungsassistenten wurden statt des üblichen Gehalts von 500.000 chilenischen Pesos (etwa 440 Euro) versehentlich ungefähr 165 Millionen chilenische Pesos (fast 147.000 Euro) ausgezahlt.

Als das Unternehmen bemerkte, was geschehen war, versprach der Mitarbeiter, das Geld zurückzugeben, doch drei Tage später verschwand er einfach, schickte eine schriftliche Kündigung und sprach nie wieder über den Fall.

Das Unternehmen zeigte ihn wegen Diebstahls an, verlangte die Rückzahlung des Geldes und leitete ein Gerichtsverfahren ein, das fast drei Jahre dauerte. Dem Angeklagten drohten bis zu eineinhalb Jahre hinter Gittern, doch am Ende entschied das Gericht in Santiago zu seinen Gunsten. Der Richter kam zu dem Schluss, dass es sich nicht um die Straftat des Diebstahls, sondern um eine sogenannte „ungerechtfertigte Bereicherung“ handle, was nicht in die strafrechtliche Zuständigkeit, sondern in ein Zivilverfahren falle.

Das Unternehmen gibt trotz der Niederlage vor Gericht nicht auf. Es kündigte Berufung an und die Einleitung aller rechtlichen Schritte, um zu versuchen, das irrtümlich überwiesene Geld zurückzuerlangen. Über den ungewöhnlichen Fall berichtet das britische Boulevardblatt The Sun, das anmerkt, dass das Justizsystem in diesem Land offenbar eine ungewöhnliche Sicht auf „glückliche Zufälle“ am Arbeitsplatz hat.