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Zahlen zur Altersarmut: Slowenien doppelt über dem EU-Durchschnitt, Kroatien noch schlechter

04.09.2026

Zahlen zur Altersarmut: Slowenien doppelt über dem EU-Durchschnitt, Kroatien noch schlechter

Das Foto ist illustrativer Natur.

Die Zahlen zur Altersarmut in Slowenien geben ernsthaft Anlass zur Sorge, denn sogar 54,3 Prozent der über 65-Jährigen, die allein leben, liegen unter der Armutsgefährdungsschwelle, während der Durchschnitt der Europäischen Union bei 26,8 Prozent liegt.

Kroatien steht noch schlechter da, denn in derselben Situation befinden sich sogar 64,4 Prozent der allein lebenden älteren Menschen. Das zeigen die neuesten vergleichbaren Daten von Eurostat, die das slowenische Portal svet24.si.

Wie viel können Ältere tatsächlich kaufen?

Die Höhe der Rente oder eines anderen Einkommens verrät für sich genommen nicht, wie gut jemand lebt. Eurostat bezieht deshalb in die Berechnung Preisunterschiede zwischen den Staaten ein und betrachtet, wie viel Nahrung, Energie, Wohnen und andere Dinge mit dem verfügbaren Einkommen gekauft werden können. Einfach gesagt wird nicht nur verglichen, wie viel Geld Ältere erhalten, sondern wie viel dieses Geld in ihrem Land tatsächlich wert ist.

Wenn die Jahresergebnisse auf Monate umgerechnet werden, beträgt die Kaufkraft einer typischen Person über 65 Jahre etwa 2.554 vergleichbare Einheiten in Österreich, 1.913 in Deutschland und 1.741 in der Europäischen Union. Slowenien liegt bei 1.482, Kroatien bei 1.162 und Serbien bei nur 816. Das sind keine Rentenbeträge in Euro, sondern an die Preise in jedem Staat angepasste Werte.

Slowenien belegte bei der Kaufkraft älterer Menschen den 17. Platz unter 30 beobachteten Staaten, während Österreich auf dem dritten Platz liegt und Deutschland ebenfalls deutlich vor Slowenien auf Platz 7 steht. Kroatien liegt spürbar unter Slowenien und belegte den 21. Platz, während Serbien auf Platz 29 liegt und sich damit fast ganz am Ende der Rangliste befindet.

Das bedeutet, dass niedrigere Preise in Kroatien und Serbien dennoch nicht ausreichen, um die deutlich geringeren Einkommen älterer Menschen auszugleichen.

Am schwersten haben es diejenigen, die allein leben

Das schwerwiegendste Problem zeigt sich unter älteren Menschen, die Wohnen, Nebenkosten, Lebensmittel und alle übrigen Ausgaben selbst bezahlen. In Kroatien liegen 64,4 Prozent solcher Personen unter der nationalen Armutsgefährdungsschwelle, in Slowenien 54,3 Prozent, in Serbien 40,2 Prozent, in Deutschland 30 Prozent und in Österreich 25 Prozent. Der Durchschnitt der Europäischen Union beträgt 26,8 Prozent, was zeigt, wie stark Kroatien und Slowenien im negativen Sinne herausragen.

Wichtig ist zu verstehen, dass die Armutsgefährdungsschwelle nicht in allen Staaten derselbe Betrag ist. Sie wird in jedem Land auf 60 Prozent des mittleren Einkommens festgelegt, sodass eine Person, die nach kroatischen Maßstäben arm ist, nicht unbedingt denselben Lebensstandard hat wie eine arme Person in Österreich. Diese Zahl zeigt vor allem, wie stark ältere Menschen hinter den üblichen Einkommen im eigenen Land zurückbleiben.

In Slowenien liegt jeder vierte Rentner unter der Armutsgefährdungsschwelle, während der EU-Durchschnitt bei 15 Prozent liegt. Gleichzeitig sind 2,9 Prozent der älteren Menschen in Slowenien von erheblicher materieller Entbehrung betroffen, weniger als der europäische Durchschnitt von 4,9 Prozent. Ein Teil der Erklärung liegt darin, dass viele in eigenen und abbezahlten Immobilien leben und daher trotz niedriger Einkommen keinen großen Teil ihres Geldes für Miete aufwenden müssen.

Das Bild in Kroatien ist noch unangenehmer

svet24.si kommt zu dem Schluss, dass das slowenische Problem nicht nur in der geringeren Kaufkraft älterer Menschen im Vergleich zum europäischen Durchschnitt liegt, sondern auch in der großen Kluft zwischen denen, die noch anständig leben können, und den Menschen am unteren Ende der Einkommensskala. Die kroatischen Daten zeigen ein noch schwerwiegenderes Bild, denn ältere Menschen haben eine geringere Kaufkraft als in Slowenien, und fast zwei Drittel derjenigen, die allein leben, befinden sich unter der Armutsgefährdungsschwelle. Hinter den Durchschnittszahlen verbirgt sich somit eine große Zahl von Menschen, deren gesamtes Monatsbudget durch eine einzige ungeplante Rechnung ernsthaft gefährdet werden kann.