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Bekannte Gewerkschafterin: „Erhöhung des Mindestlohns zu gering. Wer arbeitet, muss davon leben können“

24.10.2025

Bekannte Gewerkschafterin: „Erhöhung des Mindestlohns zu gering. Wer arbeitet, muss davon leben können“

Die Vorsitzende der Gewerkschaft des Bauwesens Kroatiens, Jasenka Vukšić, betonte in der Sendung 'U mreži Prvog', dass die Erhöhung des Mindestlohns auf 1050 Euro brutto, die die Regierung ab Anfang 2026 plant, für ein würdiges Leben nicht ausreicht.

Sie warnte, dass in Kroatien heute etwa 150 Tausend Menschen den Mindestlohn erhalten und weitere 350 Tausend nur 20 bis 30 Euro mehr haben. Ihren Worten zufolge, die sie in der HRT-Sendung 'U mreži Prvog', äußerte, bedeutet das, dass fast eine halbe Million Beschäftigte am Rand der Existenz lebt, was klar zeigt, wie weit sich die Lebenshaltungskosten von den Einkommen der Arbeitnehmer entfernt haben.

Vukšić erinnerte daran, dass die Gewerkschaften gefordert hatten, den Mindestbruttolohn auf 1130 Euro zu erhöhen, doch die Regierung blieb bei ihrer Entscheidung über den Betrag von 1050 Euro. Sie ist der Ansicht, dass dies „zu bescheiden“ sei und dass bei der Festlegung des Mindestlohns die realen Lebenshaltungskosten und das Gewinnwachstum der Arbeitgeber stärker berücksichtigt werden müssten.

„Der Gewinn der Unternehmer ist von 2019 bis 2024 um 112 Prozent gestiegen, während der Mindestlohn im selben Zeitraum um 69 Prozent zunahm und der Nettolohn nur um 54 Prozent. Es ist klar, dass Spielraum für eine größere Erhöhung besteht“, betonte sie.

Nach Einschätzung der Gewerkschaften sollte der Mindestbruttolohn in Kroatien bis 2028 1550 Euro erreichen, damit die Arbeitnehmer ihre grundlegenden Lebensbedürfnisse decken können und damit er mit dem Anstieg der Preise und der Inflation in Einklang gebracht wird. „Unsere Botschaft ist einfach: Wer arbeitet, muss von seiner Arbeit leben können“, schloss Vukšić.