Mangel an Lkw-Fahrern gefährdet die Wirtschaft: „Mit EU-Gehältern von 4.000 € können wir nicht mithalten“
27.01.2026

Die kroatische Wirtschaft steht vor einer ernsthaften Herausforderung, da dem Land derzeit fast 5.000 professionelle Lkw-Fahrer fehlen.
Laut offiziellen Angaben von HRT-a ist dieses Problem nicht nur auf unsere Region beschränkt, sondern betrifft die gesamte Europäische Union, in der mehr als 240.000 Arbeitskräfte in diesem Sektor gesucht werden. Die Kroatische Wirtschaftskammer warnt deutlich davor, dass eine solche Situation alle Industriezweige direkt betrifft, denn ohne angemessenen Transport leidet die gesamte Lieferkette.
Auswirkungen auf Preise und das tägliche Leben
Das Problem lässt sich am einfachsten durch den einfachen Prozess der Preisbildung erklären, denn jede Ware, die wir in Geschäften kaufen, muss vom Hersteller bis ins Regal gelangen. Damit dieser Transport stattfinden kann, wird ein Fahrer benötigt, den der Arbeitgeber angemessen bezahlen muss, und erhöhte Arbeitskosten sowie Personalmangel führen unweigerlich zu einem Anstieg der Preise der Transportdienstleistung selbst. Der heimische Sektor hat große Schwierigkeiten mit der Tatsache, dass die Gehälter im Rest der Europäischen Union bis zu 4.000 € erreichen.
'Natürlich können wir mit den Gehältern in der EU, die bis zu 4.000 € erreichen, nicht mithalten, aber es gibt einen guten Teil der Arbeitgeber, die Mechanismen gefunden haben, um diese Fahrer in Kroatien zu halten', sagt gegenüber HRT Vedran Bestvina, leitender Fachmitarbeiter der HGK Osijek..
Systematische Lösungen und Bildungsherausforderungen
Obwohl versucht wird, über das Bildungssystem eine Lösung zu finden, bleibt das Interesse der jüngeren Generationen an diesem Beruf seit zwei Jahrzehnten auf demselben Niveau, während die Bedürfnisse des Marktes ständig wachsen. Berufsschulen bilden jedes Jahr nur eine kleinere Zahl von Schülern aus, was nicht ausreicht, um den natürlichen Abgang von Arbeitskräften auszugleichen, die in den Ruhestand gehen oder ins Ausland abwandern. Ohne strategische Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen und eine systematische Förderung junger Menschen könnte der gesamte Transportsektor in eine vollständige Blockade geraten.
Kann Kroatien dieses Problem selbstständig lösen?
Die sich aufdrängende Frage ist, ob der heimische Markt die Kraft für eine Wende hat, ohne sich ausschließlich auf den Import von Arbeitskräften aus fernen Ländern zu stützen. Experten sind der Ansicht, dass der Schlüssel in steuerlichen Entlastungen liegen könnte, die es Arbeitgebern ermöglichen würden, denjenigen wettbewerbsfähigere Gehälter zu zahlen, die sich entscheiden, in Kroatien zu bleiben.
Außerdem ist es notwendig, das Umschulungssystem zu modernisieren, damit arbeitslosen Personen der Prozess des Erwerbs der erforderlichen Kategorien zum Führen schwerer Fahrzeuge erleichtert und verbilligt wird. Ohne eine klare nationale Strategie, die den Fahrern würdigere Arbeitsbedingungen sichern würde, wird Kroatien weiterhin nur ein Transitpunkt für Arbeitskräfte sein, die im Westen eine bessere Zukunft suchen.
Vertiefung der Krise auf dem deutschen Markt
Auch die deutsche Logistikindustrie richtet dramatische Appelle wegen des immer größeren Personalmangels an die Öffentlichkeit, der die dortige Versorgung direkt gefährdet.
Der Sprecher des Vorstands des Deutschen Verbands für Straßenverkehr, Logistik und Abfallentsorgung, Dirk Engelhardt, betonte, dass mehr als 100.000 Lkw-Fahrer fehlen. Die Situation wird untragbar, denn in diesem Land gehen jedes Jahr zwischen 30.000 und 35.000 Fahrer in den Ruhestand, während nur halb so viele neue Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt kommen. Dieser negative Trend zeigt deutlich, dass sich die Lücke im Transportsektor weiter vergrößern wird, was ein enormes Risiko für die Stabilität des gesamten europäischen Marktes darstellt.
Kroatien steht an einem Wendepunkt
Kroatien befindet sich an einem Wendepunkt, an dem es entscheiden muss, ob es den Weggang erfahrener Fahrer passiv beobachten oder Bedingungen schaffen will, die sie im Heimatland halten. Steigende Lebenshaltungskosten und logistische Engpässe sind nur der Anfang der Probleme, die noch ausgeprägter werden, wenn kein Weg gefunden wird, neue Arbeitskräfte zu motivieren. Die Transportindustrie fordert nicht mehr nur vorübergehende Maßnahmen, sondern grundlegende Veränderungen bei der Wertschätzung dieses schweren und verantwortungsvollen Berufs, der die Welt buchstäblich in Bewegung hält.
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