Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich: Arbeitsmarkt unter Druck durch wirtschaftliche Stagnation
03.06.2025

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Der österreichische Arbeitsmarkt steht weiterhin unter dem Druck der wirtschaftlichen Stagnation, die bereits das dritte Jahr in Folge andauert, und die neuesten Daten zeigen einen besorgniserregenden Anstieg der Zahl der Arbeitslosen.
Laut dem Bericht des Arbeitsmarktservice (AMS) waren Ende Mai dieses Jahres in Österreich insgesamt 375.347 Personen ohne Arbeit, einschließlich jener, die an Programmen zur zusätzlichen Qualifizierung teilnehmen. Von dieser Zahl waren 296.140 Personen als arbeitslos registriert, während 79.207 verschiedene Kurse und Umschulungsprogramme besuchten.
Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen um 6,9 Prozent, was bedeutet, dass 24.196 Personen mehr ihre Arbeit verloren haben. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,9 Prozent, was einem Anstieg von einem halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass junge Menschen am stärksten betroffen sind, bei denen ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von sogar 10,9 Prozent verzeichnet wurde, Frauen mit einem Anstieg von 10,5 Prozent sowie ausländische Staatsangehörige, bei denen die Arbeitslosigkeit um 9,8 Prozent gestiegen ist, schreibt Fenix Magazin.
Der Vorstandsvorsitzende des AMS, Johannes Kopf, betonte, dass ein Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht zu erwarten sei, solange die Wirtschaft keine deutlicheren Zeichen der Erholung zeige, selbst bei einem erhöhten Arbeitskräfteangebot. Statistische Daten zeigen, dass der negative Trend bereits seit April 2023 anhält.
Der Industriesektor ist von der Rezession am stärksten betroffen, und das ist besonders in Oberösterreich und Salzburg spürbar, wo der größte Anstieg der Zahl der Arbeitslosen verzeichnet wurde, in Oberösterreich um 13,8 Prozent und in Salzburg um 12,3 Prozent. Es folgen Vorarlberg mit einem Anstieg von 9,9 Prozent, Tirol mit 9,8 Prozent, die Steiermark mit 7,2 Prozent, Kärnten mit 5,5 Prozent, Niederösterreich mit 4,9 Prozent, Wien mit 4,8 Prozent sowie das Burgenland mit 4,7 Prozent.
Der größte Anstieg der Arbeitslosigkeit Ende Mai wurde in der Industrie und Produktion verzeichnet, wo die Zahl der Arbeitslosen um 13,8 Prozent stieg. Es folgen der Gesundheits- und Sozialdienstleistungssektor mit einem Wachstum von 12 Prozent sowie der Einzelhandel mit 9,3 Prozent. Ein etwas geringerer, aber weiterhin signifikanter Anstieg wurde im Transport- und Lagerwesen (6,8 Prozent) sowie im Gastgewerbe (6,5 Prozent) verzeichnet. Im Bausektor und in der Zeitarbeit blieb die Zahl der Arbeitslosen nahezu unverändert.









