Schneechaos legt Verkehr in Österreich und Süddeutschland lahm: „Über 150 Flüge gestrichen“
20.02.2026

Ein schweres Unwetter, begleitet von starkem Schneefall, verursachte im Laufe des Freitags einen vollständigen Zusammenbruch des Verkehrs in ganz Österreich und den südlichen Teilen Deutschlands.
Besonders betroffen waren die Flughäfen in Wien und München wo eine rekordverdächtige Zahl annullierter Flüge verzeichnet wurde. Wie das Portal index.hr berichtet, war der Wiener Flughafen aufgrund extremer Wetterbedingungen vorübergehend für den gesamten Verkehr geschlossen, was für Tausende von Reisenden große Probleme verursachte.
Blockade der Flughäfen und Tausende betroffene Reisende
Während des stärksten Schneesturm-Einbruchs wurden mehr als einhundertfünfzig Flüge in Wien annulliert, wodurch dreizehntausend Menschen direkt betroffen waren. Eine ähnliche Situation wurde auch in München verzeichnet, wo der Verkehr während eines Großteils des Vormittags unterbrochen war. Die Winterdienste in Wien setzten über zweihundert Mitarbeiter und einhundert Spezialfahrzeuge ein, um mehr als fünfzehntausend Tonnen Schnee von den Start- und Landebahnen zu räumen. Obwohl sich der Verkehr langsam stabilisiert, wurden die Reisenden auf mögliche Verspätungen im Laufe des restlichen Tages hingewiesen.
Gefahr auf den Straßen und Stromausfall
Neben dem Luftverkehr verursachte der Schnee zahlreiche Unfälle auf den Straßen in Bayern, bei denen etwa zwanzig Personen verletzt wurden. Ein besonderes Problem stellte der feuchte und schwere Schnee dar, der unter seinem Gewicht Bäume bricht, was zu Straßensperrungen und Unterbrechungen der Stromversorgung führt. In der Steiermark blieben so dreißigtausend Einwohner wegen Störungen an Umspannwerken im Dunkeln. In den Berggebieten wurde eine hohe Lawinenwarnstufe ausgerufen, die entsteht, wenn sich die neue Schneeschicht nicht gut mit der alten Unterlage verbindet und dann unter dem Einfluss der Schwerkraft den Hang hinabgleitet.
Plötzliche Erwärmung und meteorologische Wende
Nach dem plötzlichen Wintereinbruch kündigen Meteorologen bereits im Laufe des kommenden Wochenendes einen drastischen Temperaturanstieg an. Solche Veränderungen sind typisch für Übergangszeiten, wenn Kaltlufteinbrüche aus der Arktis abrupt wärmeren Luftmassen aus dem Süden weichen. Dennoch könnte das schnelle Schmelzen des Schnees neue Herausforderungen mit sich bringen, da ein Anstieg der Flusspegel und eine zusätzliche Durchfeuchtung des Bodens erwartet werden.
Diese extremen Wetterverhältnisse haben erneut die Verwundbarkeit moderner Infrastruktur gegenüber Naturgewalten gezeigt. Obwohl die Winterdienste mit maximalen Kapazitäten reagierten, ist ein synchronisierter Schneesturm-Angriff auf wichtige Verkehrsknotenpunkte ohne vorübergehende Unterbrechungen nahezu unmöglich vollständig zu neutralisieren. Die Sicherheit der Reisenden bleibt in solchen Situationen absolute Priorität, selbst um den Preis großer wirtschaftlicher Verluste, die die vorübergehende Schließung des Himmels über Europa mit sich bringt. Rechtzeitige Vorbereitung und Geduld der Reisenden sind die einzigen angemessenen Antworten auf die unberechenbare Kraft des Winters.









