Arbeitnehmer in Deutschland könnten bald mehr arbeiten: Sechstagewoche vorgeschlagen
24.06.2024

Der Ministerpräsident des deutschen Bundeslandes Bayern, Markus Söder, sieht Deutschland nach eigenen Worten wirtschaftlich in der „Abstiegszone“. Deshalb hat der bayerische Ministerpräsident nun zu einem „Wirtschaftswunder“ aufgerufen. Ein Vorbild sieht er in der Sechstagewoche, wie sie jetzt in Griechenland besteht. Der CSU-Chef sagte, dass in diesem Deutschland über eine Viertagewoche diskutiert werde. „So werden wir niemanden einholen. Wir müssen wieder mehr arbeiten.“
Söder kritisierte die Bundesregierung, weil die „Ampel-Koalition“ „keinerlei Strategie“ gefunden habe, um die wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Söder sprach auch von einer „Bedrohung der Stabilität der Demokratie“ und bezog sich auf die hohen Umfragewerte der AfD vor den Ostwahlen. „Statt eines blauen Wunders braucht unser Land ein Wirtschaftswunder“, betonte Söder.
Griechenland ermöglicht die Sechstagewoche
Ähnlich wie in Deutschland fehlen auch in Griechenland Arbeitskräfte. Ab dem 1. Juli können Arbeitnehmer in Griechenland sechs Tage pro Woche arbeiten – wenn sie wollen. Seitdem sind maximal 48 Arbeitsstunden pro Woche erlaubt. Der sechste Arbeitstag soll mit 40 Prozent mehr bezahlt werden. An Sonntagen und Feiertagen sollen Arbeitnehmer 115 Prozent mehr Geld erhalten.
Es gab starken Widerstand gegen die Arbeitsreform seitens der Opposition und der Gewerkschaften. Die Gewerkschaften sind wegen Ausbeutung besorgt und verwiesen laut Informationen von n-tv auf den in Griechenland „praktisch nicht vorhandenen“ Arbeitsschutz.
Mangel an Fachkräften
Außerdem soll laut dem Bericht auch der Einfluss der Gewerkschaften eingeschränkt werden. Künftig könnten sie mit hohen Geldstrafen oder sogar einer Freiheitsstrafe rechnen, wenn sie Arbeitnehmer, die arbeiten wollten, daran „hinderten“, ihre Arbeit aufzunehmen, etwa wenn sie Streiks durchführten.
Mit der Reform will die konservative griechische Regierung den Mangel an Fachkräften bekämpfen, der unter anderem auch dieses Tourismusland trifft.
Quelle: fenix-magazin.de









