Chef des Gaststättenverbands: „Ausländische Arbeitskräfte haben die heimische Gastronomie gerettet“
19.11.2025

Das traditionelle, siebzehnte Forum der Zagreber Gastronomen brachte eine klare und unmissverständliche Schlussfolgerung: Die kroatische Gastronomieszene hat dank eines erheblichen Zustroms ausländischer Arbeitskräfte überlebt.
Diese Haltung, die einer der zentralen Schwerpunkte der Veranstaltung war, wirft wichtige Fragen über die Zukunft der heimischen Arbeitskräfte und die Integration der Neuankömmlinge in einen Sektor auf, der ein konstantes Wachstum und einen Wandel verzeichnet.
Der Präsident der Vereinigung der Gastronomen Zagreb, Franc Letica, räumte offen ein, dass ausländische Arbeitskräfte in den vergangenen Jahren die Krise des Personalmangels buchstäblich überbrückt und auf diese Weise den Sektor vor einer möglichen Stagnation gerettet haben. Obwohl es sich um äußerst wertvolle Einzelpersonen handelt, betont Letica, dass die meisten eine zusätzliche fachliche Ausbildung benötigen, und sieht das zentrale Problem in unzureichenden staatlichen Rahmenbedingungen für ihre langfristige Integration. Die Folge dieses Mangels an systematischer Unterstützung ist, dass eine große Zahl ausländischer Arbeitskräfte trotz der anfänglichen Investitionen der Arbeitgeber in ihre Beschäftigung relativ schnell Kroatien verlässt und in andere, für sie möglicherweise günstigere, europäische Länder geht. Für jeden Gastronomen stellt ein solcher schneller Weggang einen erheblichen finanziellen und zeitlichen Aufwand dar.
Neben der Problematik importierter Arbeitskräfte konzentrierten sich die Teilnehmer des Forums auch auf die Anwendung künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag sowie auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen mit dem Ziel, junge Menschen für den Beruf zu gewinnen und zu halten. Obwohl Begriffe wie sogenannte 'Gastronomie-Roboter' und immer fortschrittlichere künstliche Intelligenz auftauchen, betont Letica, dass Technologie niemals das menschliche Element in der Interaktion mit Gästen und bei der Erbringung von Dienstleistungen ersetzen können wird. Er hebt jedoch hervor, dass künstliche Intelligenz als außergewöhnliches Mittel zur Verbesserung von Geschäftsprozessen, Organisation und Marktgeschäft dienen kann. Wenn es um junge Menschen geht, zeigt sich, dass sie ihre Karriere meist in Service- und Hilfspositionen beginnen, was ein natürlicher Einstieg in den Beruf ist, zugleich bemerkt er aber auch ihren ausgeprägten Wunsch nach schnellerem Aufstieg und dem Beweis ihres Talents.
Angesichts des Drucks des ständigen Arbeitskräftemangels wird die langfristige Planung äußerst anspruchsvoll, doch Letica betont optimistisch, dass sich in der Gastronomie immer mehr Arbeitsplätze eröffnen, die jungen Menschen eine Chance auf Wachstum und Entwicklung bieten. Deshalb muss der Fokus in den kommenden Jahren auf intensiver Bildung und der Entwicklung heimischer Fachkräfte liegen, denn genau darin liegt der Schlüssel zur Stabilität und zum Erfolg der gesamten Branche. Letica schloss mit einer ermutigenden Botschaft und betonte, dass die Gastronomie kein statischer Sektor ist, sondern sich kontinuierlich wandelt und wächst und jungen Menschen eine klare Perspektive und Möglichkeit bietet. Jeder Einzelne, der bereit ist zu lernen und voranzukommen, kann außerordentlich schnell zu einer hochwertigen Beschäftigung, deutlich höheren Einkommen und sehr verantwortungsvollen Arbeitspositionen gelangen, betont der Leiter der Zagreber Gastronomen.









