Deutsche Stadt bietet zwei Wochen kostenlose Unterkunft, um neue Einwohner anzuziehen
30.05.2025

Foto: Gottfried Hoffmann, übernommen von Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0
Die deutsche Stadt Eisenhüttenstadt, an der östlichen Grenze des Landes direkt an der Oder und unweit von Polen gelegen, hat ein innovatives Projekt gestartet, mit dem sie versucht, neue Einwohner anzuziehen.
Die Stadt bietet allen, die über einen Umzug nachdenken, zwei Wochen lang kostenlose Unterkunft an, mit dem Ziel, die Einwohnerzahl zu erhöhen und die lokale Gemeinschaft zu revitalisieren.
Diese Initiative mit dem Namen „Make Plans Now” ermöglicht ausgewählten Kandidaten, vom 6. bis 20. September kostenlos in einer vollständig möblierten Wohnung im Stadtzentrum zu wohnen. Bewerbungen sind bis Anfang Juli geöffnet, und das Projekt richtet sich an ein breites Spektrum von Menschen, von Rückkehrern und Pendlern bis hin zu Selbstständigen und qualifizierten Arbeitskräften, die eine Veränderung ihres Lebensumfelds suchen, schreibt CNN.
Während des zweiwöchigen Aufenthalts haben die Teilnehmer die Gelegenheit, den Alltag, die Arbeitsmöglichkeiten und die Gemeinschaft von Eisenhüttenstadt kennenzulernen. Die Stadt hat für sie verschiedene Aktivitäten vorbereitet, darunter eine Stadtführung, einen Besuch im örtlichen Stahlwerk sowie gemeinsame Ausflüge, um ihnen das Kennenlernen der Umgebung und eines potenziellen zukünftigen Zuhauses zu erleichtern.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung der Teilnehmer mit der lokalen Wirtschaft. Unternehmen aus Eisenhüttenstadt bieten Praktika, Möglichkeiten zur Arbeitsbeobachtung und Vorstellungsgespräche an, wodurch sich den Teilnehmern Türen zu einer dauerhaften Beschäftigung und einem Verbleib in der Stadt öffnen. Eisenhüttenstadt hat eine reiche Geschichte. Die Stadt wurde 1950 als erste vollständig geplante Stadt im damaligen Ostdeutschland gegründet und rund um ein großes Stahlwerk gebaut, das noch heute etwa 2.500 Menschen beschäftigt. Die Stadt trug einst den Namen Stalinstadt, bevor sie nach der Wiedervereinigung Deutschlands ihren heutigen Namen erhielt.
Wie viele andere Orte im ehemaligen Ostdeutschland sieht sich Eisenhüttenstadt mit einem Bevölkerungsrückgang konfrontiert. Die Zahl ist von einem Höchststand von über 50.000 auf etwa 24.000 gesunken, was die Stadtverwaltung zu solchen innovativen Maßnahmen zur Gewinnung neuer Einwohner veranlasst hat.
Neben seiner industriellen Bedeutung ist die Stadt auch für ihre einzigartige sozialistische Architektur bekannt. Viele Wohnblöcke aus dieser Zeit stehen heute als historische Denkmäler unter Schutz, und die Offenheit des Stadtplans zieht Architekturliebhaber aus ganz Europa an.









