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Deutsche Start-ups blicken pessimistischer auf ihre Geschäftsentwicklung als 2020

31.08.2022

Deutsche Start-ups blicken pessimistischer auf ihre Geschäftsentwicklung als 2020

NEUE Unternehmen in Deutschland sind in ihren Prognosen für die künftige Geschäftsentwicklung pessimistischer als 2020, im ersten Jahr der Pandemie, wie eine heute veröffentlichte Untersuchung des Startup-Verbands zeigte.

Die Erwartungen der Technologie-Startups haben sich deutlich verschlechtert, trotz einer leichten allgemeinen Verbesserung der Geschäftslage, aufgrund der schwachen Wirtschaft, vorsichtiger Investoren und anhaltender allgemeiner Unsicherheit, stellte der Verband fest.

Etwas mehr als die Hälfte aller neu gegründeten Unternehmen, nämlich 54.2 Prozent, erwartet eine positive Geschäftsentwicklung, 18 Prozentpunkte weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anteil der Optimisten ist sogar geringer als 2020, als er 58 Prozent betrug.

Mangel an qualifizierten Arbeitskräften

Politische und wirtschaftliche Turbulenzen sowie das Umfeld an den Finanzmärkten haben unter den Investoren Vorsicht ausgelöst, insbesondere in fortgeschrittenen Finanzierungsphasen, meint die stellvertretende Vorsitzende des Verbands, Gesa Miczaika.

„Da externes Kapital für Startups entscheidend ist, sorgt das derzeit für Unsicherheit“, sagte Miczaika und fügte hinzu, dass das Startup-Ökosystem dennoch stark sei.

Der Geschäftsklimaindex in der deutschen Startup-Szene fiel im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 10 Punkte auf 42.2 Punkte, liegt aber immer noch über dem Niveau von 2020.

Unter den Hauptproblemen nannten die Befragten Finanzierungsengpässe und den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.

Die Untersuchung wurde im Mai und Juni durchgeführt und umfasste fast 2000 Startups.

Quelle: Index.hr