Elon Musks Vater erwägt Investition in Bosnien zur Schaffung eines weltweit anerkannten Wissenschaftszentrums
25.07.2025

Der südafrikanische Unternehmer und Ingenieur Errol Musk, in der Öffentlichkeit vor allem als Vater des berühmten Milliardärs Elon Musk bekannt, hielt sich diese Woche in Sarajevo auf, wo er die Möglichkeit der Eröffnung eines Forschungszentrums prüft, das der Gravitation, der Raumzeit und der Langlebigkeit gewidmet ist.
Laut Berichten von Reuters, hatte er bislang Dubai als potenziellen Sitz des Instituts bevorzugt, doch nach dem jüngsten Besuch in Bosnien und Herzegowina überdenkt er offenbar seine Prioritäten und zieht den Balkan ernsthafter in Betracht. Musk, ein 79-Jähriger mit einer reichen Ingenieurskarriere, sucht bereits seit einiger Zeit nach dem besten Standort für das Projekt, wobei ihn zusätzlich der Rat eines Freundes gelenkt hat, der aus dieser Region stammt.
Während seines Besuchs in Bosnien und Herzegowina besichtigte er mehrere potenzielle Standorte und erklärte dem Portal Klix, dass er von den wirtschaftlichen Möglichkeiten, der Verfügbarkeit von Ressourcen und der idyllischen Atmosphäre angenehm überrascht sei. Er räumt ein, dass das Angebot aus Dubai außergewöhnlich gewesen sei, doch die bosnische Gastfreundschaft sowie die gebildeten und fleißigen Arbeitskräfte hätten ihn zum ernsthaften Nachdenken gebracht.
Bei einem Treffen mit der Wirtschaftskammer der Föderation Bosnien und Herzegowina wurden die Vorteile der lokalen Arbeitskräfte hervorgehoben, insbesondere ihre hohe Fachkompetenz, was in wissenschaftlichen und technologischen Kreisen bereits bekannt ist. Bosnien und Herzegowina hat im letzten Jahrzehnt einen erheblichen Anstieg der Zahl diplomierter Fachkräfte in den STEM-Bereichen verzeichnet, insbesondere an der Universität Sarajevo und der Universität Tuzla, und junge Menschen erzielen regelmäßig Erfolge bei internationalen Wettbewerben. Obwohl Musk bislang nicht mit den staatlichen Behörden gesprochen hat, macht er klar, dass es sich weiterhin um eine private Initiative handelt, deren Ziel es ist, talentierte, innovative und aufgeschlossene Personen zusammenzubringen.
Bosnien und Herzegowina liegt an der Schnittstelle von Ost und West beziehungsweise Europa und dem Nahen Osten und zeichnet sich durch eine günstige geostrategische Lage, wettbewerbsfähige Geschäftskosten und bedeutende natürliche Ressourcen aus. Obwohl die politische Ordnung weiterhin komplex ist und die Bürokratie manchmal instabil ist, machen die Wissenschaften, insbesondere Physik und Mathematik, kontinuierlich Fortschritte und ziehen immer mehr Investitionen an, besonders aus dem Technologiesektor.
Besonders betonte er die Bedeutung von Freiheit und Unabhängigkeit der Forschung und vermied jede Form übermäßiger staatlicher Kontrolle, die den Fortschritt des Instituts einschränken könnte. Neben Bosnien hat er in letzter Zeit auch Österreich und Serbien besucht, die ebenfalls eine reiche Tradition in den Naturwissenschaften haben, doch eine endgültige Entscheidung hat er noch nicht getroffen.
Seinen Worten zufolge würde das Projekt vier grundlegende Bereiche erforschen: Langlebigkeit, Fusion, Raum-Zeit und Gravitation - Themen aus dem Zentrum der modernen Physik und der biomedizinischen Wissenschaften.
Bislang hat er über all dies öffentlich gesprochen, ohne seinen Sohn Elon einzubeziehen, obwohl er den Wunsch betont, ihn zur Zusammenarbeit zu bewegen. Es ist bekannt, dass die Familienbeziehungen der Musks kompliziert sind, weshalb solche Partnerschaften nicht häufig sind.
Heute entwickelt Bosnien und Herzegowina, das seit den 1990er-Jahren unter internationaler Aufsicht steht, sein Innovationspotenzial intensiv weiter - durch Unterstützung von Start-up-Unternehmen und ausländische Investitionen, insbesondere im Bereich der Informationstechnologie und der Energiewirtschaft. Die Universitäten arbeiten mit Partnern aus der Region und Europa zusammen, und Studierende gewinnen regelmäßig internationale Mathematik- und Programmierwettbewerbe.
Es bleibt abzuwarten, ob Bosnien und Herzegowina Gastgeber eines wissenschaftlichen Zentrums mit globalen Ambitionen wird und neue Talente sowie Investoren anzieht. Die Ankündigung von Errol Musk ist sicherlich eine weitere Bestätigung der Bedeutung des Landes auf der technologischen Landkarte Europas und der Welt.









