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Positive Nachricht: Das Wachstum der kroatischen Wirtschaft setzt sich fort

27.08.2025

Positive Nachricht: Das Wachstum der kroatischen Wirtschaft setzt sich fort

Das kroatische Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 3,4 Prozent gestiegen.

Das Staatliche Statistikamt (DZS) gab bekannt, dass damit bereits das achtzehnte aufeinanderfolgende Quartal ein Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität verzeichnet wird, was einen stabilen Aufwärtstrend der heimischen Wirtschaft bestätigt.

Nach der ersten Schätzung wurde die Bruttowertschöpfung im Zeitraum von April bis Juni real um 3,3 Prozent erhöht. Das Wachstum wurde in allen Bereichen der wirtschaftlichen Tätigkeiten verzeichnet, wobei sich insbesondere Handel und Dienstleistungen hervortaten.

Auch der Konsum der privaten Haushalte war stark, mit einem jährlichen Wachstum von 4 Prozent. Dazu trugen vor allem höhere Einnahmen im Einzelhandel sowie ein gestiegener Konsum im Gastgewerbe bei, was mit der Tourismussaison in Verbindung gebracht wird, die weiterhin der wichtigste Motor der kroatischen Wirtschaft ist.

Auch der Staat verzeichnete Wachstum. Die öffentlichen Ausgaben waren im zweiten Quartal um 2,4 Prozent höher, womit der Trend zu erhöhten Investitionen in soziale und infrastrukturelle Programme fortgesetzt wurde.

Der Export von Waren und Dienstleistungen stieg um 1,6 Prozent, während die Importe mit 3,3 Prozent etwas schneller zunahmen. Dies zeigt die anhaltend starke Binnennachfrage, aber auch eine Herausforderung in der Außenhandelsbilanz.

Die kroatische Wirtschaft im breiteren Kontext

Kroatien stützt sich weiterhin stark auf den Tourismus, der ungefähr ein Fünftel des gesamten BIP ausmacht. Eine solche Struktur hat ihre Vorteile, aber auch Risiken, da die Wirtschaft empfindlich gegenüber globalen Entwicklungen im Reise- und Tourismussektor bleibt.

Der Industriesektor verzeichnet in den letzten Jahren ein stabiles Wachstum, vor allem in der pharmazeutischen Produktion, der Lebensmittelindustrie und der Metallverarbeitung. Dennoch liegt der Anteil der Industrie an der Gesamtwirtschaft noch immer unter dem Durchschnitt der Europäischen Union.

Die Landwirtschaft spielt, obwohl sie einen kleineren Teil des Nationaleinkommens ausmacht, eine wichtige Rolle bei der Beschäftigung und der regionalen Entwicklung. Die Produktion von Wein, Olivenöl und anderen autochthonen Lebensmitteln wird auf dem europäischen Markt immer wichtiger.

In den letzten zehn Jahren sind die ausländischen Investitionen deutlich gestiegen, insbesondere im IT-Sektor und bei Finanzdienstleistungen. Kroatien verfügt über eine entwickelte Startup-Szene, und Zagreb und Split profilieren sich langsam als Zentren digitaler Innovationen in der Region.

Positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt begleiten ebenfalls das Wirtschaftswachstum. Die Arbeitslosenquote in Kroatien ist in den letzten Jahren auf die niedrigsten Werte seit der Unabhängigkeit gesunken, teilweise dank der Rückkehr von Arbeitskräften aus dem Ausland, aber auch aufgrund des Arbeitskräftemangels in Sektoren wie dem Baugewerbe und dem Gastgewerbe.