Roaming wird bald auch für Serbien, Bosnien und Mazedonien abgeschafft
18.01.2023

DIESES Jahr sollte das Roaming-Abkommen in Kraft treten, wonach wir alle Anrufe mit dem Handy sowie die Nutzung des mobilen Internets im Westbalkan und in der EU zu denselben Preisen bezahlen werden, die wir in unseren eigenen Staaten zahlen. Zur Erinnerung: Dieselbe Regel gilt bereits seit einiger Zeit unter den Mitgliedstaaten der EU.
Dies gab heute auf Twitter der Parlamentsabgeordnete Bojan Glavašević bekannt, der sagte, dass diese Idee schon lange besteht, nun aber kurz vor der Umsetzung steht.
„Heute fand im Parlament ein Ausschuss für europäische Angelegenheiten statt, bei dem die Staatssekretärin Andreja Metelko Zgombić sagte, dass das Hauptabkommen bereits unterzeichnet sei, aber noch ein paar kleinere Abkommen unterzeichnet werden müssten. Auf die Frage, wann dies umgesetzt beziehungsweise in Kraft treten sollte, sagte sie – dieses Jahr“, sagte uns Glavašević und fügte hinzu, dass der politische Wille für ein solches Abkommen schon seit einiger Zeit besteht.
Für welche Länder wird das Abkommen gelten?
Dem Abkommen zufolge sollten nach Glavaševićs Worten alle Länder des Westbalkans (Serbien, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina …) einbezogen werden, die in irgendeiner Weise in den Prozess des Beitritts zur Europäischen Union eingebunden sind.
„Das ist Teil einer breiteren Idee zum Beitrittsprozess. Daran wurde noch gearbeitet, als Kroatien den Vorsitz der Europäischen Union innehatte. Die Idee war, einen modifizierten Beitrittsprozess zu schaffen, also dass die Bürger dieser Länder, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen, bereits einige Vorteile genießen können, noch bevor sie der Union beitreten“, sagte Glavašević.
Auf unsere Frage, auf welche Preise sich das Abkommen alles beziehen wird, also ob es sowohl um Telefongespräche als auch um Internetverkehr geht, antwortete Glavašević bejahend. „Es wird jedoch auch eine Schutzklausel geben, die verhindern wird, dass z. B. jemand aus Kroatien ein Abonnement in Serbien abschließt und dann zu niedrigeren, Dumpingpreisen zahlt“, sagte uns Glavašević.
Quelle: index.hr











