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Sie versprach Kroaten 8.000 Euro für Homeoffice – verdient selbst 839 Euro

12.05.2025

Sie versprach Kroaten 8.000 Euro für Homeoffice – verdient selbst 839 Euro
Foto: U.S. Department of State / Public Domain

Nach dem Ende ihrer Präsidentschaft ist Kolinda Grabar-Kitarović erfolgreich in die Unternehmerwelt eingestiegen.

Im November 2022 gründete sie das Unternehmen KGK Advising & Professional Services, spezialisiert auf Unternehmensberatung, Marktforschung, Schulungen in sprachlicher Kommunikation sowie die Organisation von Seminaren und Werbeveranstaltungen.

Laut offiziellen Daten der Finanzagentur (FINA) war das Geschäftsjahr 2024 des Unternehmens von starkem Wachstum geprägt. Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast 58 Prozent und erreichten 346.171 Euro, während der Gewinn nach Steuern um 71 Prozent auf 251.325 Euro sprang.

Grabar-Kitarović ist Direktorin und einzige Beschäftigte des Unternehmens, und ihr monatliches Gehalt beträgt 839 Euro, was angesichts des erzielten Gewinns relativ bescheiden ist.

Im ersten Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen, obwohl es nur zwei Monate aktiv war, einen Umsatz von 28.433 Euro und einen Gewinn von 24.739 Euro. Im Jahr 2023 beliefen sich die Einnahmen auf 219.421 Euro und der Gewinn auf 146.982 Euro, womit der Wachstumstrend bestätigt wurde, der sich auch 2024 fortsetzte.

Interessant ist, dass Kolinda Grabar-Kitarović während des Präsidentschaftswahlkampfs 2019 öffentlich über das Potenzial von Fernarbeit und hohen Einkommen für kroatische Bürger sprach. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Osijek am 15. Dezember 2019 erklärte sie:

"Ich behaupte, dass das möglich ist, weil ich bereits Vereinbarungen mit einigen Staaten habe, dass unsere Kroaten irgendwo anders zur Ausbildung gehen und nach Kroatien zurückkehren, dass sie über das Internet in einem anderen Staat arbeiten und in Kroatien achttausend Euro verdienen. Stellen Sie sich vor, was das für unsere jungen Menschen bedeutet."

Diese Aussage löste in der Öffentlichkeit und in den Medien ein starkes Echo aus. Während einige der bei der Veranstaltung Anwesenden ihre Worte mit Applaus aufnahmen, überwogen in der Öffentlichkeit und in den sozialen Netzwerken Kritik und Spott wegen unrealistischer Versprechen und unklarer Details über die Arbeit selbst. Viele kommentierten, dass es sich um ein unerfüllbares Versprechen handle, und die Aussage wurde bald zum Gegenstand von Witzen, Parodien und Remixen im Internet.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt wurde Grabar-Kitarović im Jahr 2020 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, wo sie ehrenamtlich tätig ist. Das Unternehmen KGK Advising & Professional Services arbeitet laut Bonitätsdaten ordnungsgemäß, ohne Steuerschulden und Sperren, und positioniert sich als zuverlässiger Partner im Bereich der Unternehmensberatung.

Diese Ergebnisse bestätigen, dass Kolinda Grabar-Kitarović auch nach ihrer politischen Karriere einen bedeutenden Erfolg auf dem Markt für Unternehmensdienstleistungen erzielt hat, schreibt tportal.hr.