Vierköpfige Familien könnten 556 Euro erhalten: Der Staat soll jedem Einwohner Deutschlands 139 Euro zahlen
22.12.2023

Die Forderungen nach der Auszahlung des Klimabonus in Deutschland werden immer lauter. Der deutsche Verbraucherverband hat nun berechnet, wie viel der Staat den Bürgern aufgrund der CO2-Verteuerung bereits schuldet, berichten deutsche Medien.
„Wir wollen nicht länger warten, wir wollen das Klimageld jetzt!“ So steht es auf der Website des WWF, aber auch bei der Arbeiterwohlfahrt, IG Bau und anderen ähnlichen Verbänden. Die Verbände haben eine gemeinsame Protestkampagne gestartet, die sich an die Bundesregierung richtet. Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) besteht auf einem Bonus, der klimabewusstes Verhalten belohnt.
Eine solche Idee findet sich im Koalitionsvertrag der „Ampel-Koalition“. „Es ist unerquicklich, dass das so lange dauert. Wir fordern, dass die Regierung alles tut, um sicherzustellen, dass das Klimageld so schnell wie möglich kommt“, hieß es vom VZBV. Schließlich zahlen Verbraucher seit 2021 wegen des CO2-Preises einen zusätzlichen Aufschlag auf Gas, Öl und Benzin, der im kommenden Jahr voraussichtlich weiter steigen wird, und dafür erhalten sie keine ausreichende Entlastung.
Was ist Klimageld?
Klimageld ist ein Konzept aus dem Koalitionsvertrag, mit dem die künftige Erhöhung des CO2-Preises kompensiert werden soll. Nach Angaben der „Ampel-Koalition“ ist das Ganze als gesellschaftlicher „Kompensationsmechanismus außerhalb der Abschaffung der EEG-Umlage“ gedacht.
Die Idee: Die Einnahmen aus dem höheren CO2-Preis sollen an die Bürger zurückgegeben werden. So könnte beispielsweise jeder Bürger jedes Jahr einen bestimmten Betrag erhalten. Die Schlussfolgerung ist, dass diejenigen, die sich weniger klimaschädlich verhalten, profitieren würden und daher geringere Kosten durch den steigenden CO2-Preis hätten.
Sie würden belohnt, während auch diejenigen eine Rückerstattung erhalten würden, die beispielsweise viel Energie aus fossilen Brennstoffen verbrauchen oder auf ökologisch schädliche Weise reisen.
Experten sind der Ansicht, dass ein solcher Bonus insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen zugutekommen könnte, deren Alltagsverhalten dem Klima oft weniger schadet, weil sie kein Auto haben oder selten fliegen.
Die Verbraucherzentrale fordert, dass den Verbrauchern jeweils 139 Euro zurückerstattet werden, da der Großteil der Kosten des CO2-Preises bereits von den Verbrauchern getragen wird.
Der VZBV hat dies für die vergangenen drei Jahre berechnet. Eine vierköpfige Familie sollte 556 Euro erhalten. „Ich würde dieses Geld gern auf den Konten der Verbraucher sehen“, sagt der Energieexperte.
Trotz der Wünsche der Verbände scheint es, dass die Bürger kein Bargeld erhalten werden, sondern dass ihnen dieses Geld über verschiedene Projekte ausgezahlt wird.
Aus dem Wirtschaftsministerium wird erklärt, dass die verbleibenden Einnahmen aus dem CO2-Preis in den Klima- und Transformationsfonds fließen werden und somit ebenfalls bei den Bürgern ankommen: beispielsweise durch Förderprogramme für Gebäudesanierungen und den Austausch von Heizungen, Energieberatung oder die Kofinanzierung von Elektrofahrzeugen.
Außerdem wurde der CO2-Preis in diesem Jahr nicht wie geplant erhöht, um die Bürger zu entlasten.
„Klimageld“ ohne genaues Auszahlungsdatum
In jedem Fall ist eine direkte Auszahlung des Klimabonus noch nicht geplant. Wie deutsche Medien berichten, könnte die Auszahlung des „Klimageldes“ erst nach der nächsten Bundestagswahl erfolgen.
„Das Klimageld bleibt geplant. In dieser Legislaturperiode wird wie angekündigt die Struktur für die Auszahlung geschaffen, und in der nächsten Periode wird über die Ausgestaltung entschieden“, erklärte Finanzminister Christian Lindner.
Quelle: fenix-magazin.de









