Wegen rechtswidriger Kündigung während Krankenstands in Österreich erhielt Arbeiter mehrfachen Schadenersatz
28.07.2025

Ein österreichischer Arbeitnehmer aus dem Bezirk Mistelbach erlebte Unrecht, als er nur zwei Tage nach Beginn seines Krankenstands fristlos gekündigt wurde.
Trotz einer ordnungsgemäß vorgelegten ärztlichen Bestätigung handelte sein Unternehmen rückwirkend, und die Kündigung wurde ihm ohne vorherige Warnung zugestellt, was gegen die österreichischen gesetzlichen Vorschriften verstößt. Als Grund nannte der Arbeitgeber angebliche Mängel bei der Arbeit, legte jedoch keinerlei konkrete Beweise vor. Ein solcher Schritt verursachte für den jungen Mann erhebliche finanzielle und psychische Unsicherheit, schreibt Fenix Magazin.
Die Arbeiterkammer Niederösterreich griff zu seinem Schutz ein und konnte in einem Rechtsstreit die Rechtswidrigkeit der Kündigung nachweisen. Infolgedessen erhielt der Arbeitnehmer eine Entschädigung von mehr als 9.200 Euro, die ausstehende Löhne und Entschädigungen umfasst. Der Leiter der Zweigstelle der Arbeiterkammer in Mistelbach, Rudolf Westermayer, verurteilte diese Praxis scharf und riet Arbeitnehmern, in ähnlichen Situationen immer rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Diese Geschichte ist kein Einzelfall; ähnlich erging es auch einem Jurastudenten aus München, dem das Gericht eine Entschädigung von 100.000 Euro zusprach und dem Arbeitgeber eine offizielle Entschuldigung auferlegte.
Die fristlose Kündigung in Österreich, bekannt als fristlos kündigung, ist nur in Fällen zulässig, in denen ein berechtigter Grund vorliegt, aufgrund dessen die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist. Beispiele für solche Gründe sind Diebstahl, gewalttätiges Verhalten, schwere Verstöße gegen die Arbeitsdisziplin oder gefährliches Verhalten am Arbeitsplatz. Krankenstand mit gültiger ärztlicher Bestätigung ist keinesfalls ein Grund für eine solche Kündigung. Außerdem muss die Kündigung spätestens zwei Wochen, nachdem der Arbeitgeber vom Grund erfährt, zugestellt werden, und der Arbeitnehmer hat das Recht, die Kündigung innerhalb von drei Wochen rechtlich anzufechten.
In Kroatien und den Nachbarländern, wie Österreich, sind fristlose Kündigungen selten gerechtfertigt, sofern es sich nicht um schwere Verletzungen der Arbeitspflicht handelt. Die Verfahren werden durch Gesetze sorgfältig geregelt, die Arbeitnehmer vor Unrecht schützen. Wenn Arbeitgeber nicht im Einklang mit dem Gesetz handeln, gefährden sie die soziale Sicherheit der Arbeitnehmer und können schwerwiegende rechtliche Folgen tragen. Arbeitnehmer, die sich in ähnlichen Situationen befinden, haben das Recht, rechtliche Hilfe zu verlangen und sich an fachkundige Institutionen wie Gewerkschaften oder Arbeiterkammern zu wenden.
Für den Schutz der Arbeitnehmerrechte sind die Kenntnis der gesetzlichen Rahmenbedingungen und das Bewusstsein für die Möglichkeiten des Rechtswegs entscheidend. Plötzliche und ungerechtfertigte Kündigungen verursachen großen Stress und wirtschaftliche Unsicherheit, doch es gibt wirksame Mechanismen, mit denen eine solche Entscheidung angefochten und Schadensersatz gesichert werden kann. Es ist immer empfehlenswert, alle relevanten Tatsachen zu dokumentieren und Fachleute zu konsultieren, was zusätzliche Folgen verhindern und Arbeitnehmerrechte schützen kann.









