HZZ veröffentlicht Liste gefragter Berufe: „Junge wollen das nicht machen“
03.02.2026

Das kroatische Arbeitsamt hat Empfehlungen für die Einschreibung in weiterführende Schulen und an Hochschulen veröffentlicht, die darauf basieren, welche Berufe in Kroatien fehlen und von welchen es zu viele gibt.
Ein Teil der Schüler wird heute für Berufe ausgebildet, in denen bereits ein Überschuss an Kandidaten besteht, während Arbeitgeber gleichzeitig nur schwer Menschen für die Arbeitsplätze finden, die sie tatsächlich benötigen. Die Zahl der Mangelberufe steigt ständig, schreibt Dnevnik Nove TV.
Wo herrscht Mangel und warum breitet sich dieses Problem aus?
Laut den Empfehlungen stechen unter den Berufen, die immer schwerer zu besetzen sind, insbesondere Bauberufe und das Gastgewerbe hervor, und in der breiteren Liste der Mangelberufe werden auch Metzger sowie eine Reihe von Handwerksberufen wie Maurer, Dachdecker, Tischler und Schlosser sowie Bäcker und Konditoren genannt. Erwähnt wird auch der Bedarf an einer größeren Zahl von Ärzten, Krankenschwestern und medizinischen Technikern, Logopäden, Maschinenbauingenieuren sowie Fachkräften aus dem STEM-Bereich. Es ist wichtig, den Begriff Mangelberuf ganz einfach zu verstehen: Das ist ein Beruf, für den es mehr offene Stellen gibt als junge Menschen, die ihn machen wollen oder können.
Wo gibt es einen Überschuss und was bedeutet das für diejenigen, die sich einschreiben?
Andererseits warnt das HZZ gegenüber Dnevnik Nove TV, dass es auf dem Markt derzeit in einigen beliebten Fachrichtungen zu viele Fachkräfte gibt, zum Beispiel unter Betriebswirten, Marketingfachleuten, Soziologen und Designern. Das bedeutet nicht, dass es unmöglich ist, einen Job zu finden, aber es bedeutet, dass die Konkurrenz größer sein wird und der Weg zur ersten Beschäftigung oft länger, besonders ohne Erfahrung. Es gibt auch regionale Unterschiede bei Berufen wie Friseuren und Kosmetikern: Mancherorts gibt es mehr von ihnen als nötig, anderswo fehlen sie, was in der Praxis bedeutet, dass derselbe Beruf je nach Stadt und Nachfrage völlig unterschiedliche Aussichten haben kann.
Die Empfehlungen sind kein Verbot, aber ein klares Signal
Das HZZ betont, dass es sich hierbei um Empfehlungen und nicht um eine Regel handelt, da die Aufnahmekapazitäten auch von den Kapazitäten der Schulen, der Ausstattung und der Möglichkeit zur Organisation des Unterrichts abhängen. Dennoch ist die Botschaft ziemlich klar: Wer einen Bildungsweg wählt, sollte nicht nur darauf schauen, was interessant ist, sondern auch darauf, wo es reale Chancen auf einen Job gibt und in welchem Teil des Landes.
Das Problem wird sich nicht von selbst lösen, denn die Kluft zwischen den Bedürfnissen der Arbeitgeber und dem, was das Bildungssystem hervorbringt, wird offenbar größer, und am Ende zahlen dafür sowohl die Unternehmen, die nicht mit voller Kapazität arbeiten können, als auch die jungen Menschen, die mit einem Übermaß an Konkurrenz in den Arbeitsmarkt eintreten.









