Kroatien unter den 5 schlechtesten in der EU: Ein Drittel lebt in überbelegten Haushalten
22.12.2025

Laut den Eurostat-Daten für das Jahr 2024 lebt fast jeder dritte Bürger Kroatiens auf beengtem Raum.
Obwohl auf EU-Ebene ein leichter Verbesserungstrend verzeichnet wird, befindet sich Kroatien weiterhin in der unrühmlichen Gruppe von 5 Staaten mit der höchsten Überbelegungsquote von Haushalten. Während der durchschnittliche Einwohner der Union immer häufiger über angemessenen Wohnraum verfügt, zeigen die Daten, dass ein bedeutender Teil der kroatischen Bevölkerung noch immer eine begrenzte Wohnfläche mit zu vielen Haushaltsmitgliedern teilt.
Laut den offiziellen Statistiken ist der Anteil der Personen, die unter überbelegten Wohnverhältnissen leben, auf Ebene der Europäischen Union auf 16,9 % gesunken, was ein bemerkenswerter Fortschritt im Vergleich zur Situation vor 10 Jahren ist, als diese Zahl über 18 % lag. Dennoch verbirgt dieser Durchschnitt geschickt tiefe soziale Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten.
An der Spitze dieser Liste steht Rumänien, wo sogar 40.7 % der Bürger unter beengten Bedingungen leben. Es folgen Lettland mit 39.3 % sowie Bulgarien und Polen, die Quoten von über 33 % verzeichnen. Kroatien liegt mit 31,7 % auf dem fünften Platz, was bedeutet, dass fast jede dritte Person im Land in einem Raum lebt, der nach europäischen Kriterien als zu klein für die Anzahl der Menschen gilt, die darin wohnen.
Den Gegensatz zu dieser düsteren Reihe bilden Staaten wie Zypern, Malta und die Niederlande, wo das Problem der Überbelegung nahezu beseitigt ist. Auf Zypern beträgt dieser Prozentsatz nur 2,4 %, während die Niederlande mit 4,6 % zeigen, dass auch in dicht besiedelten Ländern ein hoher Wohnstandard gewährleistet werden kann.
Dieser Kontrast weist klar darauf hin, dass die Wohnungspolitik und die Kaufkraft der Bürger in Kroatien noch immer nicht das Niveau erreicht haben, das eine würdevollere Verteilung pro Quadratmeter ermöglichen würde.
Es scheint, dass das Problem nicht nur in bloßen Zahlen liegt, sondern in einer tiefen Wohnkrise und der Unmöglichkeit junger Familien, ein eigenes Dach über dem Kopf zu sichern. Während Europa sich langsam ausdehnt und sich von der Enge befreit, bleibt Kroatien in alten Mustern des Mehrgenerationenzusammenlebens unter demselben Dach gefangen, nicht aus Tradition, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Ohne konkrete Kurswechsel in den Wohnstrategien wird die Kluft zwischen dem geräumigen Westen und dem verdichteten Osten eine der sichtbarsten Grenzen innerhalb der Union bleiben.









