Ohrfeige nach großzügigem Weihnachtsgeld: „700 € sind zu wenig, ich habe gehört, manche zahlen ein 13. Gehalt“
24.12.2025

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Die Situation in einem heimischen Unternehmen hat eine Debatte über die Höhe von Feiertagsprämien und die Erwartungen der Arbeitnehmer auf dem modernen Arbeitsmarkt ausgelöst.
Die ganze Geschichte rückte in den Fokus der Öffentlichkeit, nachdem Arbeitgeber aus Kroatien, deren Firma sich mit Rodung und Geländegestaltung beschäftigt, auf ihrem offiziellen TikTok-Profil unter dem Namen dodoidosen (DODO&DOŠEN krčenje terena) ein Video veröffentlichten, in dem sie eine kürzliche Erfahrung mit einem neuen Mitarbeiter beschreiben. Das Video wurde in kurzer Zeit viral und zählt derzeit Zehntausende Aufrufe.
Während in Kroatien Weihnachtsgeldzahlungen von mehr als 500 Euro in der Öffentlichkeit als großzügig gelten und regelmäßig als Beispiel guter Geschäftspraxis hervorgehoben werden, empfand ein neuer Mitarbeiter einen solchen Betrag als Beleidigung.
Der Arbeitnehmer, der erst seit vier Monaten im Unternehmen beschäftigt ist und ein monatliches Nettogehalt von 1.300 Euro erhält, äußerte nämlich öffentlich seine Unzufriedenheit mit dem ausgezahlten Weihnachtsgeld von 700 Euro. Seine Reaktion überraschte die Arbeitgeber, warf aber auch die Frage nach der Realitätsnähe der Ansprüche von Arbeitnehmern im Verhältnis zur aktuellen wirtschaftlichen Lage auf.
Der Mitarbeiter stützte seine Kritik auf Vergleiche mit großen Handelsketten wie Lidl und behauptete, gehört zu haben, dass in solchen Systemen ein volles dreizehntes Gehalt zusammen mit zusätzlichen Boni und Osterprämien ausgezahlt werde.
Eine solche Haltung überraschte die Eigentümer des Unternehmens, die betonten, dass der Betrag von 700 Euro mehr als die Hälfte des monatlichen Nettogehalts des Arbeitnehmers ausmacht, was ein Privileg ist, das nur wenige nach einer so kurzen Betriebszugehörigkeit erreichen. Die Arbeitgeber erinnerten sich an ihre eigenen Anfänge in anderen Firmen, wo sie nach zwei Jahren Arbeit symbolische 100 Euro erhielten, was die enorme generationelle und kulturelle Kluft im Verständnis von Arbeitnehmerbenefits zusätzlich unterstreicht.
Einer der Arbeitgeber betonte, dass ihm nicht klar sei, woher eine solche Unzufriedenheit komme, angesichts dessen, dass dem Arbeitnehmer eine Chance und eine überdurchschnittliche Prämie nach kroatischen Standards geboten worden seien
In einem Land, in dem viele Arbeitnehmer nichts oder nur symbolische Prämien sowie Einkaufsgutscheine erhalten, wirkt die Nachricht über die Unzufriedenheit mit einem Betrag, der die durchschnittlichen Weihnachtsgeldzahlungen im Staat übersteigt, beinahe surreal. Die Tatsache, dass eine Auszahlung von 700 Euro Unmut bei einem Arbeitnehmer auslöst, der gerade erst einen Fuß in das Unternehmen gesetzt hat, deutet darauf hin, dass einige Segmente des Arbeitsmarktes den Bezug zur Realität kleiner und mittlerer Unternehmen verloren haben. Während sich große Konzerne feste Leistungspakete leisten können, sehen sich kleinere Arbeitgeber mit dem Paradoxon konfrontiert, dass ihr Wunsch, Einsatz zu belohnen, statt mit Dankbarkeit mit Verachtung aufgenommen wird.









