Beschäftigte schlafen deutlich mehr bei einer 4-Tage-Woche – und das steigert die allgemeine Zufriedenheit
24.05.2024

Arbeitgeber erkennen, dass sie, wenn sie ihre Meinung darüber ändern können, wo Menschen arbeiten, auch die darüber ändern können, wie viele Tage sie bei der Arbeit sind
Das Geschäftsumfeld verändert sich, die Arbeitsweise ist nicht mehr so wie noch vor wenigen Jahren, und während viele Arbeitgeber der Fernarbeit oder einer viertägigen Arbeitswoche noch immer skeptisch gegenüberstehen, deuten die Daten darauf hin, dass sie zum Wohl ihrer Beschäftigten alte Einstellungen und Ansichten zur Arbeitsausführung aufgeben sollten.
So betont der Managementprofessor Christopher Barnes von der University of Washington, dass Beschäftigte, die einen Tag weniger pro Woche arbeiten, ausgeruhter, produktiver, zufriedener und allgemein gesünder sind.
„Wenn ein Mensch wegen der Arbeit nicht auf Schlaf verzichten muss, verändert sich alles zum Besseren. Schlaf und Arbeit stehen nämlich in ständigem Konflikt, und das häufigste Opfer ist die Gesundheit des Einzelnen, was sich auch darauf auswirkt, wie er seine Arbeit erledigt“, sagte Barnes.
Dem stimmt auch die Soziologin und Ökonomin Juliet Schor vom Boston College zu und stützt ihre Meinung auf Erkenntnisse, die durch eine umfangreiche Beobachtung von Organisationen auf der ganzen Welt gewonnen wurden, die seit Kurzem mit der viertägigen Arbeitswoche experimentieren.
„Arbeitgeber erkennen, dass sie, wenn sie ihre Meinung darüber ändern können, wo Menschen arbeiten, auch die darüber ändern können, wie viele Tage sie bei der Arbeit sind“, betont Schor und nennt konkrete Zahlen, die nach der Einführung der kürzeren Arbeitswoche eingegangen sind:
„Nach der Umstellung von der fünftägigen auf die viertägige Arbeitswoche haben wir gesehen, dass weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht nur noch 14,5 Prozent der Beschäftigten haben, verglichen mit 42,6 Prozent vor dieser Veränderung. Im Durchschnitt schlafen alle 7,58 Stunden pro Nacht. Das ist fast eine ganze Stunde länger als damals, als sie fünf Tage pro Woche arbeiteten.“
Auch die Produktivität der Beschäftigten blieb gleich oder verbesserte sich, was bedeutet, dass Organisationen, die auf einen Tag verzichtet haben, nicht auf die erzielten Ergebnisse verzichtet haben. Und genau darauf kann diese Geschichte weiter aufgebaut werden, die mit Sicherheit von der großen Mehrheit der Beschäftigten überall auf der Welt mit offenen Armen angenommen würde…
Quelle: ictbusiness.info









