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Deutsche Ministerin schlägt längere und mehr Arbeit vor: Arbeitgeber begeistert

28.07.2025

Deutsche Ministerin schlägt längere und mehr Arbeit vor: Arbeitgeber begeistert

Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat mit ihrem Vorschlag, dass die Bürger länger und mehr arbeiten sollten, um dem Staat die Bewältigung der Herausforderungen der alternden Bevölkerung und der Rentenfinanzierung zu erleichtern, eine öffentliche Debatte ausgelöst.

Diese Initiative stieß schnell auf die Unterstützung des Präsidenten der Arbeitgebervereinigung, Rainer Dulger, der die Offenheit der Ministerin lobte und betonte, dass die deutsche Gesellschaft die Realität anerkennen und sich den demografischen Herausforderungen stellen müsse. Dulger ist der Ansicht, dass allein die Fortsetzung der bisherigen Praxis einen Verrat an künftigen Generationen bedeute und dass mehr Einsatz notwendig sei, um den wirtschaftlichen Wohlstand zu bewahren, schreibt Fenix Magazin.

Nach den Worten von Ministerin Reiche ist das bestehende Verhältnis von Arbeits- und Ruhestandsleben langfristig nicht tragfähig, denn, wie sie der Frankfurter Allgemeine Zeitung sagte, sei es nicht realistisch zu erwarten, dass wir nur zwei Drittel unseres Lebens arbeiten, während wir ein Drittel im Ruhestand verbringen. Obwohl sie behauptet, dass ein Teil der Beschäftigten Bereitschaft zu längerer Arbeit zeigt, warnt sie vor der Notwendigkeit eines offeneren Umgangs mit den demografischen Veränderungen, mit denen Deutschland konfrontiert ist.

Dennoch löste der Vorschlag auch in ihrer Partei heftige Reaktionen aus, und aus der CDU heißt es, es handle sich um eine unabgestimmte und unbegründete Initiative. Kritiker aus den Reihen der Christdemokraten und der Gewerkschaften warnen, dass Deutschland schon jetzt ein Land mit einer hohen Teilzeitquote sei, was sich auf die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden auswirke, und äußern die Befürchtung, dass solche Vorschläge zu einer Anhebung des Renteneintrittsalters führen könnten.