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Deutschen Unternehmern droht die Katastrophe: Stirbt dieser Sektor, stirbt auch die Stadt

22.04.2023

Deutschen Unternehmern droht die Katastrophe: Stirbt dieser Sektor, stirbt auch die Stadt

Angesichts der Zahlen der letzten Jahre müssten in allen Stadtzentren und unter den Politikern alle Alarmglocken läuten.

Tausende Geschäfte in Deutschland werden infolge steigender Betriebskosten und sinkender Kaufkraft der Verbraucher für immer ihre Türen schließen, allein in diesem Jahr 9.000, und ohne erfolgreiche Geschäfte haben die Stadtzentren in Zukunft nicht viele Perspektiven, warnte am Montag der deutsche Einzelhandelsverband HDE.

Die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte in der größten europäischen Volkswirtschaft ist seit Jahren rückläufig, und während der Coronavirus-Pandemie beschleunigte sich der Trend ihrer Schließung, weil die Verbraucher online einkauften.

Jedes Jahr im Zeitraum von 2020 bis 2022 schlossen 11.000 stationäre Geschäfte dauerhaft ihre Türen. Im Zeitraum von 2015 bis 2019 wurden jährlich durchschnittlich etwa 5.000 Geschäfte geschlossen. Beim HDE prognostiziert man, dass im Jahr 2023 weitere 9.000 Geschäfte geschlossen werden.

Lässt man Kleinstgeschäfte außer Betracht, sind in ganz Deutschland 311.000 Geschäfte tätig, während es zum Vergleich im Jahr 2015 noch 373.000 waren, zeigen die Daten dieses Verbands.

„Angesichts der Zahlen der letzten Jahre müssten in allen Stadtzentren und unter den Politikern alle Alarmglocken läuten. Ohne erfolgreiche Einzelhandelsgeschäfte haben die Stadtzentren in Zukunft nicht viele Perspektiven“, warnte HDE-Präsident Alexander von Preen.

Er fügte hinzu, dass sich die Situation bei den Kosten und der Kaufkraft vor allem auf kleinere spezialisierte Einzelhandelsgeschäfte auswirkt, wie Modeboutiquen, Schuhgeschäfte und Bäckereien. Gleichzeitig verkleinern auch viele große Handelsketten ihr Filialnetz.

Die zunehmende Zahl leerstehender Geschäftsräume in vielen Orten und Stadtzentren macht sie weniger attraktiv und gefährdet auch die Existenzfähigkeit der verbleibenden Unternehmer, warnte Preen.

Um das Ladensterben zu verlangsamen, erklärt von Preen, dass „unbürokratische und schnelle Genehmigungsverfahren für Umnutzungen und Änderungen von Zonen ganz oben auf der Prioritätenliste der Regierung stehen müssten“.

„Wenn der Einzelhandelssektor stirbt, stirbt auch die Stadt“, sagte von Preen.

Quelle: poslovni.hr