Deutscher Chemieriese streicht 2600 Arbeitsplätze
26.02.2023

Der DEUTSCHE Chemiehersteller BASF hat bekannt gegeben, dass er plant, 2600 Arbeitsplätze abzubauen, um die Kosten zu senken, nachdem er das letzte Quartal 2022 mit einem Verlust abgeschlossen hat. Der Nettoverlust von BASF belief sich im vierten Quartal auf 4.8 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte es einen Nettogewinn von 898 Millionen Euro erzielt.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) vor Sondereinflüssen lag im letzten Quartal des vergangenen Jahres um 69.6 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum 2021 und sank auf 373 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um 2.3 Prozent auf 19.3 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund eines geringeren Verkaufsvolumens, zeigt der Geschäftsbericht.
Konkrete Sparmaßnahmen wurden angekündigt
Das Unternehmen hob außerordentliche Kosten des vergangenen Jahres in Höhe von rund 6.3 Milliarden Euro hervor, die hauptsächlich mit dem Wertminderungsverlust der Beteiligung am Gas- und Ölproduzenten Wintershall Dea AG zusammenhängen. Wintershall Dea hat Exploration und Produktion in Russland aus der Bilanz ausgegliedert, was zu einer Neubewertung dieses Geschäftsteils führte, erklären sie bei BASF.
Hervorgehoben wird auch die Abschreibung im Gastransportgeschäft von Wintershall Dea in Europa, einschließlich der Abschreibung der Beteiligung am Nord Stream-Konsortium und der Finanzierung der Gaspipeline Nord Stream 2, die bei Explosionen im September vergangenen Jahres schwer beschädigt wurde.
Wintershall Dea ist eines der Mitglieder des Konsortiums, zusammen mit dem ebenfalls deutschen E.ON, dem niederländischen Gasunie und dem französischen Engie. Mehrheitseigentümer ist der russische Gasproduzent Gazprom mit einem Anteil von 51 Prozent.
Das Unternehmen kündigte konkrete Sparmaßnahmen in Europa und eine Anpassung der Produktionsstrukturen im Verbund-Werk in Ludwigshafen an. Das Kostensenkungsprogramm wird in diesem und im nächsten Jahr umgesetzt und auf Deutschland fokussiert sein, kündigten sie an. Das Kostensenkungsprogramm sollte letztlich bis Ende 2024 jährliche Einsparungen von mehr als 500 Millionen Euro generieren.
Quelle: index.hr











