Führt Deutschland radikale Tempolimits in Städten ein?
11.01.2023

Es gibt immer mehr Städte in Deutschland, die sich für die Einführung radikaler Geschwindigkeitsbegrenzungen einsetzen.
Bereits 2021 wurde in Frankreich eine Initiative zur Senkung der Geschwindigkeitsbegrenzung in Städten von 50 auf 30 km/h gestartet. Eine ähnliche Initiative gibt es auch in Deutschland, und sie wurde 2021 von einigen deutschen Städten wie Augsburg, Ulm, Hannover, Leipzig und Freiburg ins Leben gerufen.
Im vergangenen Frühjahr schloss sich auch Berlin der Initiative an. Jetzt beteiligt sich fast an jedem Werktag eine Gemeinde an dem Projekt, erklärte ein Mitglied der Initiative Livable Cities gegenüber der Süddeutsche Zeitung. Insgesamt haben sich der Initiative bisher mehr als 350 Städte, Gemeinden und Landkreise angeschlossen.
Die Mitglieder der Initiative beklagen, dass es im Bundesverkehrsministerium in Berlin bisher keinen Willen, oder besser gesagt kein Gehör für diese Problematik gegeben habe, hoffen jedoch, dass sich diese Situation in diesem Jahr durch größeren öffentlichen Druck ändern wird.
Graz als Erster in Europa
Die ersten städtischen Zonen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h wurden 1991 in Zürich eingeführt, während Graz die erste Stadt war, die im gesamten Stadtgebiet, außer auf den Hauptverkehrsstraßen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h einführte. Mit der Einführung der Begrenzung auf etwa 80 Prozent der städtischen Straßen in Graz wurde ein Rückgang der Zahl der Verkehrsunfälle verzeichnet, und die Beliebtheit des Fahrradfahrens stieg drastisch an.
Quelle: index.hr











