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Kellner verraten: An der Adria bringt Trinkgeld fast ein zusätzliches Gehalt

19.08.2026

Kellner verraten: An der Adria bringt Trinkgeld fast ein zusätzliches Gehalt

Ein Saisonjob an der Adria kann Kellnern deutlich mehr als den vereinbarten Lohn einbringen.

Zwei junge Saisonarbeiter, einer aus Rovinj und der andere von Krk, sagen, dass sie mit Trinkgeldern etwa 1.000 Euro im Monat verdienen. Über ihre Erfahrungen und die Daten der Steuerverwaltung schreibt N1.

Alles kommt auf einen gemeinsamen Haufen

In beiden Cafés werden die Trinkgelder nicht einzeln behalten, sondern am Ende der Schicht zusammengerechnet und gleichmäßig unter den Mitarbeitern aufgeteilt. Matija aus Rovinj sagt, dass in ihrer Schicht meistens vier Personen arbeiten, während Jan von Krk hinzufügt, dass der Verdienst stark von der Zahl der Gäste und dem Umsatz an diesem Tag abhängt.

Das höchste Trinkgeld

Matija bekam von einem Gast höchstens 13 Euro, während sein bestes Tagesergebnis 54 Euro betrug, wenn man Bargeld und Karten mitrechnet. Jan sagt, dass ihm die Gäste meistens vier oder fünf Euro hinterlassen, aber seine Kollegin bekam kürzlich von einem Tisch sogar 30 Euro.

Deutsche und Österreicher sind am großzügigsten

Beide Saisonarbeiter heben die Deutschen als Gäste hervor, die am häufigsten Trinkgeld hinterlassen, und Matija erwähnt neben ihnen auch die Österreicher, besonders wenn sie in größeren Gruppen kommen. Einheimische Gäste hinterlassen häufiger Kleingeld, wenn sie Stammgäste sind und mit dem Service zufrieden sind, während Italiener seiner Erfahrung nach selten Trinkgeld geben. Einige haben sogar verlangt, dass der Rechnungsbetrag für sie nach unten gerundet wird.

Warum verdient man gerade mitten im Sommer am meisten?

Der Grund ist nicht nur die größere Zahl an Touristen. Im Juli und August haben Cafés und Restaurants mehr große Gruppen, die Rechnungen sind höher, und POS-Geräte bieten den Gästen oft sofort ein Trinkgeld von 5, 10 oder 15 Prozent an. Wenn dazu Gäste aus Ländern kommen, in denen das Geben von Trinkgeld üblicher ist, verwandeln sich ein paar Euro pro Rechnung während einer vollen Schicht schnell in einen beachtlichen Monatsbetrag.

In zwei Monaten wurden 22 Millionen Euro hinterlassen

Daten der Steuerverwaltung zeigen, dass im Laufe des Jahres 2025 fast 13 Millionen Rechnungen mit Trinkgeld ausgestellt wurden, mit einem Gesamtwert von 52,6 Millionen Euro. Allein im Juli und August wurden ungefähr 22 Millionen Euro hinterlassen, also etwa 42 Prozent aller Trinkgelder im Jahr. Das zeigt klar, warum Kellner mitten in der Saison mit „manča” einen Betrag verdienen können, der mit einem zusätzlichen Gehalt vergleichbar ist.