Kroatien unter den EU-Ländern mit dem stärksten Anstieg der Brotpreise
20.09.2022

LUXEMBURG – Die Brotpreise in der EU sind im August aufgrund des Krieges in der Ukraine im Durchschnitt um 18 Prozent gestiegen, so stark wie noch nie, seit das europäische Statistikamt Daten veröffentlicht, und Kroatien gehört zu den Ländern, in denen sie am stärksten gestiegen sind.
Im August des vergangenen Jahres lag der durchschnittliche Brotpreis in der EU um drei Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres, teilte Eurostat mit, das seit 2017 Daten erhebt.
Russland und die Ukraine sind große Exporteure von Getreide, dessen Ausfuhr durch die Blockade der Häfen am Schwarzen Meer behindert wurde. Russland wiederum verlor den Zugang zu Häfen an der Ostsee, über die es Ammoniak exportierte, einen Schlüsselbestandteil für die Herstellung von Stickstoffdüngern.
Dies führte zu einem starken Anstieg der Getreidepreise auf den Weltmärkten, der auch in der EU zu spüren war.
Am stärksten verteuerte sich Brot im Vergleich zum August des Vorjahres in Ungarn, und zwar um ganze 66 Prozent. Es folgen Litauen mit um 33 Prozent teurerem Brot sowie Estland und die Slowakei, wo es um 32 Prozent teurer wurde.
Ganz in ihrer Nähe liegt auch Kroatien, wo der Brotpreis im August dieses Jahres um 31 Prozent höher war als im gleichen Monat des Jahres 2021, wie die Tabellen von Eurostat zeigen.
Zu dieser Gruppe gehören auch Polen und Lettland mit ungefähr 30 Prozent teurerem Brot als im August des vergangenen Jahres.
Der Anstieg des Brotpreises in Deutschland und Slowenien, wichtigen kroatischen Handelspartnern, liegt dem Durchschnitt in der Union am nächsten, zeigen die Daten von Eurostat.
Der geringste Anstieg der Brotpreise wurde in Frankreich verzeichnet, nämlich acht Prozent, gefolgt von den Niederlanden und Luxemburg, wo Brot um 10 Prozent teurer wurde.
Die Brotpreise in der EU steigen seit Jahresbeginn kontinuierlich, und im Februar, als die russische Invasion in die Ukraine begann, lagen sie im Durchschnitt um 8,3 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres.
In der Kategorie Brot und Getreide lagen die Preise im August im Durchschnitt um 16,6 Prozent höher als im gleichen Monat des Vorjahres, was ihren stärksten Anstieg mindestens seit Januar 1997 darstellt, zeigen die Daten von Eurostat.
Quelle: seebiz.eu









