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Wurstwaren nur noch am Stück: So will ein Geschäft den Personalmangel lösen

05.07.2022

Wurstwaren nur noch am Stück: So will ein Geschäft den Personalmangel lösen

Mich hat die Angabe schockiert, dass in den vergangenen 10 Jahren allein nach Deutschland mehr als 220 Tausend Bürger Kroatiens gegangen sind, sodass es inzwischen allein in diesem EU-Mitgliedstaat fast eine halbe Million gibt, bemerkte Kovačić

Mit dem Problem des Mitarbeitermangels sehen sich derzeit zahlreiche Unternehmer in ganz Kroatien konfrontiert, und einige haben auch neue Wege gefunden, um mit dem großen Arbeitsumfang umzugehen. So veröffentlichte der Chefredakteur des Kroatischen katholischen Netzwerks, Siniša Kovačić, auf seinem Facebook-Profil einen Fall aus einem Geschäft, das beschlossen hat, den Service des Salamischneidens in den Nachmittagsstunden zu „schließen“. 

„Sehr geehrte Kunden, von 18 bis 21 Uhr bieten wir aufgrund von Personalmangel in den Nachmittagsstunden keinen Schneideservice an der Aufschnittmaschine an. Danke“, steht in der Mitteilung an die Kunden in der Abteilung,

„Realität. Es fehlen Arbeitskräfte, aber die Arbeitgeber wollen sie nicht fair bezahlen, die Geschäfte sonntags nicht schließen und den Arbeiterinnen (denn überwiegend Frauen arbeiten in Geschäften) nicht erlauben, bei ihren Familien zu sein, zur Messe zu gehen, mit ihren Liebsten zu Mittag zu essen, einen Ausflug zu machen … und deshalb geht uns die Arbeitskraft weg. Denn sie sind nicht nur unterbezahlt, sondern auch überlastet. Mich hat die Angabe schockiert, dass in den vergangenen 10 Jahren allein nach Deutschland mehr als 220 Tausend Bürger Kroatiens gegangen sind, sodass es inzwischen allein in diesem EU-Mitgliedstaat fast eine halbe Million gibt. Traurig“, bemerkte Kovačić, womit auch die übrigen Nutzer auf Facebook einverstanden waren.

Quelle: vecernji.hr