Änderungen für Mieter in Deutschland: Mietpreise könnten stark steigen
22.03.2023

LETZTE Woche hat das Europäische Parlament strengere Vorschriften zur Energieeffizienz verabschiedet. Zum Beispiel sollten Gebäude bestimmte Energieeffizienzklassen erreichen, ähnlich wie z. B. Küchengeräte.
Der Vorschlag der Europäischen Kommission zielt darauf ab, den EU-Bausektor mit der Klimaneutralität in Einklang zu bringen. Bis 2050 sollten alle Gebäude emissionsfrei sein, erklärte die Europäische Kommission als ihr Ziel. Für neue Gebäude soll daher Folgendes gelten: Neue öffentliche Gebäude müssen ab 2027 sogenannte Null-Emissions-Gebäude sein, und alle übrigen (privaten) Neubauten ab 2030, schreibt Fenix Magazin.
Nach dem deutschen Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) können Vermieter die jährliche Miete tatsächlich um acht Prozent aufgrund der „für die Wohnung entstandenen Kosten“ erhöhen. Dadurch sehen sich Hauseigentümer mit hohen Kosten konfrontiert, und auch Mieter sind von den neuen Vorschriften betroffen.
Begrenzung zusätzlicher Kosten für Mieter
Das BGB führt außerdem an, dass die sogenannte Obergrenze für eine Mieterhöhung innerhalb von sechs Jahren drei Euro pro Quadratmeter beträgt. Wenn die Modernisierungskosten höher sind, dürfen sie nicht auf den Mieter umgelegt werden. Wenn die Miete weniger als sieben Euro pro Quadratmeter betrug, darf sie nur um zwei Euro erhöht werden.
Es gibt auch zahlreiche Vorschriften, die Vermieter bei der Renovierung eines Wohnobjekts beziehungsweise bei der Modernisierung beachten müssen. Während Investitionen, die das Haus lebenswerter machen würden (Steigerung der Energieeffizienz oder Verringerung des Wasserverbrauchs), zulässig sind, gilt dies nicht für Luxusrenovierungen.
Außerdem müssen Mieter mindestens drei Monate vor Beginn der Bauarbeiten sowie über die zu erwartende Mieterhöhung informiert werden.
Vermieter können Renovierungskosten auf Mieter umlegen
Der Vorsitzende des Mieterbundes in Deutschland, Lukas Siebenkotten, sagte den deutschen Medien, dass in Zukunft die hohen Kosten der verpflichtenden Modernisierung vollständig auf die Mieter umgelegt werden könnten. „Die Kosten teurer Renovierungen könnten am Ende vollständig bei den Mietern landen. Zusätzliche Kosten von 200 Euro sind möglich“, sagte Siebenkotten.
Deutsche Medien nannten mehrere Beispiele dafür, was Mieter in Deutschland erwartet:
- 30.000 Euro kostet die Renovierung einer 80-Quadratmeter-Wohnung.
- Acht Prozent (2400 Euro) können auf den Mieter umgelegt werden.
- 2400 Euro auf ein Jahr gerechnet sind etwa 200 Euro höhere Monatsmiete
Noch ein Beispiel von Stiftung Warentest:
- 100.000 Euro kostet die Sanierung eines 1000-Quadratmeter-Gebäudes mit insgesamt zehn Wohnungen.
- Acht Prozent (8000 Euro) können über die Miete umgelegt werden.
- Die Miete steigt um acht Euro pro Quadratmeter.
- In einer Wohnung in einem 100-Quadratmeter-Gebäude beträgt die zusätzliche Miete 800 Euro pro Jahr – das sind fast 67 Euro monatlich.
Quelle: index.hr









