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Chef des deutschen Katastrophenschutzes: In Teilen des Landes wird man in einigen Jahren nicht mehr leben können

15.07.2022

Chef des deutschen Katastrophenschutzes: In Teilen des Landes wird man in einigen Jahren nicht mehr leben können

EINZELNE Teile Deutschlands werden aufgrund extremer Wetterbedingungen in den letzten Jahren künftig nicht mehr für die Besiedlung durch Menschen geeignet sein, sagte Ralph Tiesler, Direktor des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

„Als Leiter der Behörde für Bevölkerungsschutz und Katastrophenbekämpfung muss ich sagen, dass einzelne Flächen aufgrund des Klimawandels und der akuten Gefahr von Naturkatastrophen künftig nicht mehr zum Wohnen geeignet sein werden“, sagte Ralph Tiesler vor der Vorstellung des jährlichen Berichts zum Bevölkerungsschutz.

Konkret warnte er vor dem Ufer des Flusses Ahr, der vor einem Jahr im Westen Deutschlands Überschwemmungen verursachte, bei denen über 180 Menschen ums Leben kamen. Tiesler sagte, dass auch einzelne Gebiete an der deutschen Nordseeküste nicht mehr sicher für eine Besiedlung seien.

Jetzt sei es „höchste Zeit“, ein Konzept im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels festzulegen, sagte Tiesler.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenministerin Nancy Faeser forderte er eine stärkere Einbeziehung der Bürger in die Prozesse des Bevölkerungsschutzes, insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden Winter und einen möglichen Gasmangel.

„Wir bereiten uns auf einen schweren Winter mit Gasmangel und einer neuen Coronavirus-Welle vor, und ich würde mich freuen, wenn wir alle darüber nachdenken würden, was wir selbst tun können, um uns besser auf Krisen vorzubereiten“, sagte Tiesler.

Er fügte hinzu, dass er dabei an das Anlegen von Vorräten sowie an das Nachdenken über alternative Energiequellen denke.

Quelle: index.hr